Buchtipp: Automating Inequality: How High-Tech Tools Profile, Police, and Punish the Poor

Eubanks zeigt systematisch die Auswirkungen von Data Mining, politischen Algorithmen und prognostischen Risikomodellen auf arme und arbeitende Menschen in Amerika auf. Das Buch ist voll von herzzerreißenden und augenöffnenden Geschichten, von einer Frau in Indiana, deren Leistungen buchstäblich abgeschnitten sind, als sie im Sterben liegt, bis hin zu einer Familie in Pennsylvania, die täglich Angst hat, ihre Tochter zu verlieren, weil sie einem bestimmten statistischen Profil entsprechen.

“Die USA haben stets ihre modernste Wissenschaft und Technologie eingesetzt, um die Mittellosen in Schach zu halten, zu untersuchen, zu disziplinieren und zu bestrafen. Wie das Armenhaus des Bezirks und die wissenschaftliche Wohltätigkeitsorganisation vor ihnen verbergen digitale Verfolgung und automatisierte Entscheidungsfindung die Armut vor der bürgerlichen Öffentlichkeit und geben der Nation die ethische Distanz, die sie braucht, um unmenschliche Entscheidungen zu treffen: welche Familien Nahrung bekommen und welche verhungern, wer eine Unterkunft hat und wer obdachlos bleibt, und welche Familien vom Staat aufgelöst werden. Auf diese Weise schwächen sie die Demokratie und verraten unsere am meisten geschätzten nationalen Werte.”

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Virginia Eubanks ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität von Albany, SUNY. Neben ihrem neuesten Buch, Automating Inequality: How High-Tech Tools Profile, Police, and Punish the Poor, ist sie die Autorin von Digital Dead End: Fighting for Social Justice in the Information Age (Kampf für soziale Gerechtigkeit im Informationszeitalter). Seit zwei Jahrzehnten arbeitet Eubanks in den Bewegungen für Gemeinschaftstechnologie und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Heute ist sie Gründungsmitglied des Our Data Bodies Project und Fellow bei New America.