Podcast Ep. 8: KI wird leben retten!

Focus Künstliche Intelligenz mit Gast Prof. Dr. Peter Gentsch

Roland Fiege und Karl-Heinz Land im Gespräch mit Peter Gentsch.

Peter Gentsch ist Speaker, Unternehmer und Wissenschaftler in einer Person und zählt seit den 90er Jahren zu den Pionieren und Top-Experten im Bereich Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data. Während andere nur über Digitalisierung und Technologie-Trends referieren, lebt er sie. Mit zahlreichen Unternehmensgründungen und -beteiligungen und fünf erfolgreichen Exits gehört er zu den erfolgreichsten Internet-Unternehmern in Deutschland.

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00:00:13
Roland Fiege: Im neuen fünf null Perspektivwechsel Podcast treffen sich
Karl-Heinz Land und Roland Fiege regelmäßig mit spannenden Menschen, sprechen
über die Herausforderungen der Zukunft. Fluch und Segen der Digitalisierung.
Wir sprechen über die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz und der
Daten Economy. Ist die Digitalisierung letztendlich der Hebel zu mehr
Nachhaltigkeit und der Weg zu einer ökologisch sozialen Marktwirtschaft? Eine
kritische Betrachtung der Gegenwart mit einem optimistischen Blick in die
Zukunft.

00:00:45
Speaker 2: Willkommen zurück bei Erde 5.0 Perspektivwechsel Podcast.
Heute mit Karl-Heinz Land im schönen Hennef bei Köln. Grüß dich, guten Morgen,
Karl-Heinz!

00:00:55
Speaker 3: Guten Morgen! Roland und Roland Fiege Technologie und
Marketing-Experte in Frankfurt.

00:01:03
Speaker 2: Karl-Heinz Land Darwish auf vielen Bühnen. Digitalisierung
Experte, ein Urgestein in der Start up Landschaft in Deutschland. Aber wir
haben noch weitere hochkarätige Gäste, nämlich heute bei uns zu Gast. Lang
erwartet, lange ersehnt. Professor Dr. Peter gentsch, Pädagogisches Speaker,
Unternehmer, Wissenschaftler alles in einer Person und zählt schon seit den
90er Jahren zu den Pionieren und Trop Experten im Bereich Digitale
Transformation und Künstliche Intelligenz. Er hat das Thema Big Data, Social
Data und Data schon alles mitgemacht, und wir werden heute über den Schwerpunkt
Künstliche Intelligenz sprechen. Peter Gollnisch hat diverse
Unternehmensgründungen, Unternehmensbeteiligungen. Ich wünsche erstmal einen
schönen Guten Morgen nach Frankfurt. Hallo Peter!

00:01:51
Roland Fiege: Guten Morgen, Roland, guten Morgen, Karl-Heinz, Mohnfelder.

00:01:56
Speaker 2: Schön, dass das jetzt endlich mal geschafft haben. Es freut
mich sehr. Und wir hatten ja auch schon länger und öfter besprochen, dass
irgendwie das Thema Künstliche Intelligenz ja eine wichtige Rolle irgendwie
spielen wird. Da es viele Aspekte zu wirtschaftliche, gesellschaftliche,
philosophische und, ja, den Podcast Peter immer schön mit den Schlagzeilen des
Tages. Fangen wir an, Karl-Heinz, was ist denn so heute die News des Tages, die
dich so bewegt?

00:02:27
Speaker 2: Die News ist das, was im Moment im Libanon passiert. Ziemlich
hässliche Nachrichten. Die Menschen sind sehr aufgebracht über das, was die
Regierung da angerichtet hat und was offensichtlich durch diese verheerende
Explosion passiert ist. Und dann alles, was so passiert, wenn man sich da
anguckt. Ich weiß nicht, ob wir das mitbekommen hat. Gestern hat Bill Gates
gesagt, er warnt davor, von Microsoft zu kaufen, der bestimmte Bedenken, die
ich übrigens sehr gut nachvollziehen kann.

00:03:09
Speaker 3: Da erwarten wir ja oder erleben ja momentan die neuen Formen
der Handelskrieg und der Wirtschaftskrise. Und Peter, was bewegt dich denn so
am heutigen Tag? Was ist für dich die Schlagzeile des Tages?

00:03:20
Roland Fiege: Ich muss mir Karl Heinz anschließen, auch aus persönlichem
Interesse, weil es auf meine Tänzelnd aktien und sich leider negativ auswirkt.
Insofern Das war sicherlich das, was mich heute Morgen beschäftigt hat, was
Positives ist. Kommen wir darauf zu sprechen, wenn er gerade dabei eine Studie
zu machen hat. Endlich genügend Teilnehmer gefunden, was er gar nicht so leicht
ist. Insofern ist mein persönliches Highlight heute morgen.

00:03:42
Speaker 2: Na und? Ich weiß nicht, ob ihr es gesehen habt, ob er die
Zahlen von Zalando und von Hello Fresh schon gesehen habe, die gestern
veröffentlicht wurden, da laufen jetzt zur Stunde die Investor Relations.
Carles Oh Wunder, oh Wunder, große Umsatz, Sprünge nach oben. Vor allem auch
Hello Fresh sagt Na ja, das Gleiche können wir noch, quasi fast verdoppelt. Nochmal
in den nächsten ein bis zwei Jahren halte ich für durchaus realistisch bei
Zalando. Na ja, weiß ich nicht.

00:04:09
Speaker 2: Aber ist ja auf jeden Fall erst mal positiv zu sehen, dass
auch die deutsche Internet Economy natürlich profitiert von der aktuellen
Situation.

00:04:19
Speaker 3: Na ja, klar, logisch. Zalando geht durch die Decke. Die Leute
waren wochenlang zu Hause, monatelang und nicht einkaufen gehen und die Schuhe
online bestellt. So ist das auch bei herumreichen.

00:04:31
Roland Fiege: Nutzt eigentlich einer von euch beiden ein Lebensmittel
Lieferservice?

00:04:36
Speaker 2: Bitte, ich konnte das jetzt nicht verstehen. Benutzt ihr
sowas wie ein Leben für die grüne Kiste?

00:04:43
Speaker 3: Aber wie kriegen die grüne Kiste hier von den Bauern um die
Ecke? Wir haben uns ausgesucht hier, was zum einen eine unglaubliche Frische
hat, und ich glaube, es wird auch eine Renaissance des Lokalen wieder geben.
Ich glaub, die Leute werden merken, dass diese großen Giganten und zählt
inzwischen ja auch Zalando zu Amazon Alibaba Ferrando. Ich glaube, die werden
auf Dauer nicht die Gewinner dieser Krise sein. Das sieht im Moment so aus. Ich
glaube, die Menschen werden sich aufs Lokale besinnen.

00:05:19
Speaker 3: Wie siehst du das? Kann ich mich nur anschließen.

00:05:23
Roland Fiege: Ich habe selber schon von Force One genutzt, bin ja eher
so ein Vertreter, der auch sagt, dass diese Veränderung garnicht so nachhaltig
sein werden. Ich glaube, ich selber kann nur sagen Ich bin wieder froh,
regelmäßig auch rauszugehen, essen zu gehen. Insofern, glaube ich, ist es auch
ein Stück weit ein temporäres Phänomen. Und wahrscheinlich pendeln irgendwo
Hybriden ein, vielleicht stärker, welche Dienste nutzen.

00:05:47
Speaker 2: Aber ich glaube, dass es auch eine überbewertung ist. Eine
überreaktion ist es, würde ich mir dann ein Stück weit normalisieren.

00:05:54
Speaker 2: Da kommen wir aber Stümper solchen Diensten auch verschiedene
Algorithmen zum Einsatz im Bereich künstlicher Intelligenz. Und wir wollten ja
heute wissen unter den Stern stellen und sind natürlich sehr froh, jemanden mit
am Telefon zu haben, der das auch von der fachlichen Seite sehr gut beurteilen
kann. Peter, seit wann beschäftigst du dich mit dem Thema? Du hast vor über 20
Jahren deine Doktorarbeit schon drüber geschrieben.

00:06:22
Roland Fiege: Gerade Mitte der 90er Jahre habe ich mit dem Thema
angefangen. Da gab es natürlich noch nicht diesen Hype. Das Thema können Sie
intelligent insofern beschäftigen, weil damit auch das Tal der Tränen, die Desillusionierung.

00:06:35
Roland Fiege: Wir hatten ja Mitte der 90er Jahre riesen Erwartungen, an
die Kiri eigentlich nie so erfüllt wurden. Dann war kein Unwort. Man durfte das
nicht mehr verwenden. Und jetzt haben wir seit ein paar Jahren wieder einen neuen
Hype um das Thema verfolge ich schon eine ganze Weile und vielleicht nicht
immer so aus der Hard Kotaku Sicht. Früher, das war auch Wirtschaftsbetrieben,
sondern heute wesentlich stärker aus einer Business Sicht der zentralen
Fragestellung Wie kann ich eigentlich für Unternehmen nutzen? Und das ist das,
was mich in den letzten Jahren sehr stark getrieben hat, sowohl durch eigene
Gründungen, durch Beratung, durch durch Mandate jeglicher Art. Und insofern Ich
brenne für das Thema.

00:07:16
Speaker 3: Peter Wenn ich dich mal was fragen darf, einfach um die
Definition mal klarer zu machen, war schon mal so ein Expertenbericht hier
heute dabei. Ich hab Kai kennengelernt, vor mehr als 30 Jahren. Damals nannte
man das noch Data Mining da erp-systeme. Ich war damals bei Krupp Forschung
beteiligt an dem Projekt.

00:07:36
Roland Fiege: Das nannte sich riegl basierendes Lernen. Wir wollten
korrosionsschäden Morrisons Tätigkeiten erkennen, sogar vorhersehen können auf
Basis von Stählen, unter bestimmten Umwelteinflüssen stand und dann später
kamen Maschinen. Heute sprechen wir von KW.

00:07:58
Speaker 3: Und ich sage immer Eigentlich ist kein komplett der falsche
Begriff, weil er vermittelt etwas, dass es überhaupt noch nicht gibt. Also ich
sage immer, es gibt keine künstliche Intelligenz. Könntest du dazu mal als
Experte was sagen?

00:08:13
Speaker 2: Also seit den 90er-Jahren habe ich auch eine vernünftige
Definition zu finden, und ich kürze ab. Sie gibt es nicht, und das liegt
einfach daran, dass wir heute noch nicht mal sauber den Begriff Intelligenz
definieren können. Wie sollen wir einen Begriff Intelligenz definieren? Was du
sagst? Natürlich völlig richtig. Wir haben häufig ein bisschen
Etikettenschwindel. Ich sage Nur 99 Prozent der Anwendung, die wir heute unter
KI verkaufen, ist maschinelles Lernen. Das machen wir schon seit zig Jahren
Spam-Filter. Versicherungen setzen das ein, um irgendwie versicherungsdauer
Riefe zu berechnen. Das ist ein alter Hut. Was sich ein bisschen geändert hat,
als ich mit der 90er-Jahre neuronale Netze gemacht hat, da hatte man einen
Input Output. Und heute? Das geht ja auch durch die Presse. Sehr stark ist Deep
Learning. Hab ich Tausende von Zwischendecke eskalieren? Das eine andere
Performerin. Die Grundidee ist immer noch die gleiche Ich habe große
Datenmengen, ich trainiere Systeme. Daran hat sich gar nichts geändert. Man
sagt ja auch bös Wenn es auf Powerpoint ist, dann ist es okay, wenn es einen
Breiten geschrieben ist. Maschinelles Lernen. Ich weiß nur nicht, ob das so
schlimm ist. Karl-Heinz Ich finde. Ich finde, insofern hast du recht. Es ist
ein bisschen Etikettenschwindel. Auf der anderen Seite gibt es natürlich schon
eine Illusion, dass hier Entscheidungen getroffen werden, die die Qualität
eines Menschen haben von Maschinen. Selbst wenn es am Ende des Tages ein hoch
mechanischer Prozess ist am Ende des Tages werden große Datenmengen wie auch im
Data-Mining.

00:09:36
Roland Fiege: Aber ich bin auch der Meinung, dass jetzt an der Stelle
muss man doch einfach mal, um das festzuhalten und das den Leuten noch einmal
deutlich zu machen. Die künstliche Intelligenz, die vermittelt, dass der
Computer irgendwann mal Emotionen, Liebe, Hass, Gefühle entwickeln könnte. Wir
wissen ja heute noch nicht mal, ob das überhaupt jemals möglich sein wird. Wir
haben die Idee, dass vielleicht eine exponentielle Entwicklung der Technik.
Aber im Moment sind wir da noch extrem weit weg. Und das, was im Moment als
Keiji bezeichnet wird, ist doch nichts anderes, dass wir Menschen den
Algorithmen etwas beibringen. Sprich Wir sagen der Maschine Apfel, Apfel, Apfel
und beim vierten Mal Erkenntnis, dann vielleicht selber, dass das ein Apfel
sein könnte. So, aber das heißt, es geht nicht darum, wie David Precht in
seinem neuen Buch Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens beschreibt,
dass die Maschinen uns übernehmen und in neue Maschinen Religion entsteht. Wir
werden dominiert von den Giganten aus dem Valley und aus China. Und da sage ich
einfach Hallo, hallo, lasst uns nur mal über die Chancen sprechen. Solange es
noch gar nicht gibt, brauchen wir uns über die Risiken noch. Keine Gedanken zu
machen, ohne dabei naiv zu sein.

00:10:57
Speaker 3: Genauso wahrscheinlich kann man Bücher nicht so gut verkaufen
oder irgendwelche Kinos platzieren.

00:11:02
Speaker 2: Aber wir haben es ganz klar, sagen wir heute. Das nennt man
ja eine schwache Intelligenz. Das heißt, wir können für gewisse Zwecke
trainieren. Wir Systeme, die dann schon hervorragende Leistungen bringen. Wir
haben keine Idee und kein Wissenschaftler der Welt. Hat die Idee zu einer
général Intelligenz kommen. Was Menschen können, die können ja resignieren,
abstrahieren. Wir haben Emotionen. Wir haben eine Eingebung, wir haben
Bewusstsein. All das hatte keinen nicht Stand. Heute weiß auch keiner, ob wir
das jemals erreichen werden. Auf der anderen Seite wird diese schwach,
intelligenter, unterschätzt. Damit kann ich ja auch Waren und Sachen erreichen,
aber auch ein bisschen Context. Und dann, wenn man noch ein Schritt weiter
gehen. Haben wir die Singularität, diese Superintelligenz? Das ist natürlich
Stoff für Hollywood. Das macht ja auch Spaß, darüber zu reden. Ich finde das
völlig legitim. Dazu spinnen immer schon Diskussionen. Bringt es nicht so viel
und?

00:11:52
Speaker 3: Was ich dabei kritisiere, ist dieser Populismus, den David
Precht hier nutzt, um eine philosophische Betrachtung zu ermöglichen. Da
spricht er ja auch gar nix, gegen das man sich philosophisch mit den Dingen
auseinandersetzt.

00:12:06
Roland Fiege: Aber ich sage die karşı des Machine Learning, über das wir
heute sprechen. Das hat ja ein irres Potenzial. Denk nur mal dran Wenn Städte
intelligent werden, werden wir wahrscheinlich 70, 80, 90 Prozent weniger
Verkehr, weniger Energie benötigen, weniger Abfall produzieren, weniger weniger
Weist und Pollution. Und wenn das der Fall ist und demnächst acht Milliarden
Menschen in den Großstädten dieser Welt leben werden, dann wäre das ja durchaus
erstrebenswert dafür, dass maschineller Dinge und ihr einzusetzen. Aber dann
sollten sie vorher nicht plattgemacht haben im populistischen Sinne, wie David
Precht das versucht.

00:12:47
Roland Fiege: Ich würde gerne mal zwei Punkte mal behandeln. üBer die
Strecke das eine vielleicht für unsere geneigten Hörerinnen und Hörer für den
Endverbraucher. Wo und wie überall schon künstliche Intelligenz drin, in
Geräten oder Diensten, die wir täglich nutzen, ohne dass wir es eigentlich
merken, dass wir darüber vielleicht ein bisschen noch reden. Und dann als
nächstes, was natürlich für uns alle am interessantesten ist. Wie kann man das
ganze Business mäßig nutzen, gerade in einem deutschen Wirtschaftsraum? Also
lieber mal zu einem Endverbrauchern. Also, wenn ich das so, was ich bisher
davon verstehe, ist. Es gibt einerseits Technologien, die zum Beispiel Bilderkennung,
wie du schon gesagt hast Apfel, Apfel, Apfel oder Katze, Katze, Katze, Hund.
Also dass man eine Maschine beibringt, Bilder zu erkennen, ob das ein einzelnes
Bild ist oder Bewegtbilder. Bewegtbilder bestehen ja auch im Prinzip nur aus
Einzelbildern. Um dann eben entweder trainiert durch den Menschen oder
trainiert durch Algorithmen zu sagen, was da drauf zuerkennt. Also einerseits
die Bilderkennung auf der anderen Seite. Ich glaube, dass wir schon viel
stärker mit zu tun haben, ohne dass das Wissen Spracherkennung NLP, das quasi
Sprache von Voice to Text und dann besser erkannt analysiert und dann auch für
übersetzung Zwecke ist. Peter, was hab ich vergessen? Welche typischen
Anwendungsfälle gibt es doch außer jetzt Bilder zu erkennen? Text. Was würdest
du noch als hauptsächlicher?

00:14:21
Roland Fiege: Oder war es üblich in unserem Alltag, wenn wir permanent
konfrontiert? Nutzen wir diese ohne es? Vielleicht wissen wir es ja selber
gesagt, die Lieferanten Dienste. Ich denke mal, das, was mir Google anzeigt in
der Trefferliste, ist algorithmisch gesteuert. Mein nächster BMW Haus ist mein,
mein nächstes Date. Ich habe überall. Habe ich heute Algorithmen, die die
Entscheidung treffen, ohne dass ich vielleicht mir bewusst bin?

00:14:44
Speaker 2: Eine spannende Sache ist auch noch, was ich habe. Wir müssen
uns davon verabschieden. Viele denken bei kéré immer noch an den Roboter oder
den Terminator oder den Cyborg. Ich glaube, es wird viel subtiler. Weiß ist
praktisch unsichtbar. Wir haben ja vor einem Jahr auf der CES in Las Vegas die
erste Zahnbürste vorgestellt, die mit Alexey ausgestattet ist. Praktisch
basiert ist. Jetzt kann man sich fragen Muss ich schon sehr verzweifelt sein,
um meine Zahnbürste zu sprechen? Aber die ist natürlich andere. Die Putzi gibt
eine Empfehlung oder bestellt gegebenenfalls eine neue Zahnbürste nach, wenn
sie irgendwie aufgebraucht ist. Noch einen Schritt weiter. Es gibt den ersten
Vibrator, der mit Alexa ausgestattet ist und da auch gewisse Bewegungen zu
optimieren. Ich kann jetzt sagen, dass diese Qi weg da steht man Alexa Eco
irgendwo im Raum, wird immer subtiler ins Auto gehen, die Smartwatch in alle,
die weiß. Und dann wird es natürlich spannend, wenn diese Weise dann noch
miteinander vernetzt werden. Dann wird es natürlich richtig spannend, auch aus
seiner Sicht. Aber eine Frage zu beantworten Wir haben heute schon im
alltäglichen Bereich sehr, sehr viel cir, ohne dass wir keinen unserem
Verständnis, wie wir es gesagt haben, ohne diese Magie da rein zu projizieren.
Und das selbstfahrende Auto in der Medizin, aber eher im alltäglichen Leben.

00:16:04
Speaker 3: Und ich glaube auch, dass die immer mehr zu unserem digitalen
Butler werden, dass es zunehmend Assistenz, Funktionen gibt, die uns auch im
alltäglichen Leben helfen.

00:16:16
Roland Fiege: Also vielleicht Roland kann man dazu grundsätzlich
folgendes sagen. Umso mehr unsere Welt vernetzt wird und dadurch immer mehr
Daten entstehen, umso größer werden die Datenmengen um diesen
undurchdringlichen Daten.

00:16:32
Speaker 2: Diese, diese unendlichen Daten, Volumina überhaupt noch zu
durchblicken. Brauchen wir künstliche Intelligenz, lernende Algorithmen, um
eine Ordnung herzustellen. Und das tun wir in vielerlei Anwendungen. Das fängt
an beim Handy, bei der Rechtschreibprüfung.

00:16:50
Speaker 2: Man wundert sich immer Wer hat denn da gesagt, dass das
anders geschrieben wird, wie es gerade geschrieben habe?

00:16:55
Roland Fiege: Dahinter ist ein Algorithmus, der das Handy steuert. Ich
habe gestern in einem Interview gesagt, mein letztes Buch Erde 5.0 habe ich
diesmal nicht von einer übersetzerin dies für mich früher immer gemacht hat,
die aber leider nicht konnte. Und so habe ich die Ell genutzt, und die ist
nichts anderes als ein System, das Deep Learning. Daraus ist der Name
entstanden, und die haben mir das Buch in sieben Minuten übersetzt ins
Englische. Und zwar so perfekt, dass meine übersetzerin fast angefangen hat zu
weinen, sodass gesehen hat.

00:17:30
Roland Fiege: Was heißt das? Dringt in immer mehr Lebensbereiche, und
das ist auch gut so. Weil technologischer Fortschritt ist auch verantwortlich
für unseren Wohlstand. Das müsste man uns einfach immer wieder klarmachen. Ohne
technologischen Fortschritt gibt’s kein Wachstum im Wohlstand, und wir müssen
jetzt dafür sorgen, dass die Ungleichheiten beseitigt wird.

00:17:53
Roland Fiege: Es gibt ja auch einen ganz interessanten Ansatz und ich
glaube, der ist auch sehr realistisch. Elon Musk hat ja immer davor gewarnt,
nach dem Motto Das ist sehr, sehr gefährlich. Es ist schon interessant von
jemanden, der ja wirklich Technologie atmet und aus Dunst in jeglicher Form
sagt. Naja, hier ist schon fast als Bedenkenträger um die Ecke kommt. Aber
einerseits sagt er auch wenn wir sowas wie eines der Projekte, was er auch
macht. Neuerer Link heißt dann eine Schnittstelle von Maschine zu Gehirn, sagt
er. Ich habe den Eindruck, er versteht künstliche Intelligenz eher so, dass es
uns Menschen quasi anreichert. Das ist unsere Wahrnehmungs, Möglichkeiten und
Leistungsfähigkeit durch quasi maschinelles Zutun verbessern und verändern
kann. Das ist ein ganz anderer Ansatz. Man hat ja vor zehn Jahren schon Google
Glass, wo man eine Brille aufsetzt und dann via Internet Informationen über
Google eingespielt bekommt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das so der
nächste große Schritt ist nach der Erfindung des iPhones. Also die Verbindung
von Maschine und Mensch in den Raum werfen. Wie sieht ihr aus?

00:19:15
Roland Fiege: Eins ist doch klar Wenn wir uns mal genau anschauen. Ich
weiß nicht, ob ich gehört habe. Letzte Woche hat der CEO von Samsung das Ende
des Handys prophezeit. Er sagt In vier Jahren werden wir keine Handys mehr
haben. Weil das Ding irgendwie ein Armband sein. Vielleicht habe ich im
Augenlinse, wo ich dann das Display, die Ergebnisse des Displays eingeblendet
bekommen.

00:19:42
Speaker 2: Ja, die Materialisierung, also die stofflich und die Software
der Produkte, die wird stattfinden. Es werden dann natürlich noch mehr Daten
entstehen. Das merken wir überall. Siri, Alexa und so führen dazu, dass noch
mehr mitgehört wird. Denk mal an die ganzen Auswertungen, die über
Sprachsteuerung im Auto alleine gemacht werden, über die Eingaben, die man doch
so tut. Und natürlich ist auch eine, der sich entwickelt. Im Moment habe ich
aber das Gefühl, dass er noch nicht gibt. Das Gegenteil der künstlichen
Intelligenz ist meines Erachtens immer noch die menschliche Dummheit. Aber die
gibt es schon in großer Menge.

00:20:28
Roland Fiege: Und davor habe ich ehrlich gesagt, mehr Angst als vor der
wahnsinnig spannend auch im Sinne von Augmented Intelligenz. Also wie nutzen
wir eigentlich, damit wir als Menschen befähigt sind, bessere Leistungen zu
bringen? Jetzt mal ganz gerne. Ich kann mir gut vorstellen. übrigens erst mal
bei Jetzt probiert man gegenüber Oh Gott, wahnsinnig. Würdest du dir was
implantieren lassen? Ja, leider. Meine Augen sind auch nicht mehr ganz so gut.
Ich habe mir kraft Verstärker zugelegt. Brille bin ich nicht mehr so gut hören
zu sehen. Und wenn ich einfach vielleicht vergesslich werde, warum soll ich
plötzlich ein Verstärker nutzen? Verstärker, Verstärker, Replikation? Man
stelle sich nur vor, irgendwie würde sich jemand einloggen in mein Hirn und
nicht an fremdstoffen. Aber prinzipiell finde ich die Frage Wo finde ich auch
eine extrem spannende Entwicklung? Weg von der Diskussion, die KI ersetzt. Und
so übernimmt uns der Terminator kommt um die Ecke. Wie nutzen wir die
eigentlich, damit wir als Menschen länger leben? Das haben wir in Industrie 4
0. Wenn mir das System sagt Du bist jetzt gefährdet, irgendwie einen
Schlaganfall, mach mal was. Ich glaube, in dem Verständnis, finde ich, finde
ich extrem konstruktiv.

00:21:43
Speaker 3: Und Schwandt?

00:21:47
Roland Fiege: Absolut und überlegt mal vor Wie war denn vor 25 Jahren,
später, als wir alle in der Schule waren? Wir haben noch mit dem Rechenschieber
gearbeitet, und irgendwann kam die Frage auf Dürfen wir mit einem
Taschenrechner arbeiten? Weil Das Ding war ja irgendwie gefegt, sozusagen. Oder
hat Ergebnisse abhaken können. Heute würden wir da drüber lachen, wenn man
solche Diskussionen führt und dieselbe Diskussion führen, weil jetzt natürlich
wie könnte. Also darf Alexa und Série uns helfen, z.B. bei Klassenarbeiten. Und
ich bin total dafür, dass wir die Technologien dazu nutzen und die Menschen
darauf trainieren, was wir eigentlich am besten können, nämlich diese
Kreativität und was immer uns der Computer abnehmen kann. Und ich sage nicht,
dass wir keine Grundrechenarten und Sprachen mehr lernen sollten.

00:22:38
Speaker 2: Ein bestimmtes Grundler muss da immer da sein. Aber wir
sollten die Technologie da nutzen, damit wir die wirklich komplexen Aufgaben,
die vor uns liegen, die die Welt dringend gelöst haben muss. Klimawandel,
Migration, Umweltverschmutzung und so weiter. Da liegen ja viele, viele Dinge
neben Coruna auf dem Fahrrad für uns. Und dabei können diese Technologien uns
maßgeblich helfen.

00:23:03
Speaker 3: Da kommen wir ja einen ganz guten übergang zum Thema Business
Anwendungen.

00:23:08
Roland Fiege: Dazu zähle ich natürlich auch die Anwendungsmöglichkeiten
für die zum Wohle der Allgemeinheit. Es gibt ja ein sehr renommiertes Deutsches
Zentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern. Peter, du hast die
Forschungslandschaft auch sicherlich über viele Jahre mit einem oder beiden
Augen betrachtet. Ist es da so, dass es viele tolle Entwicklungen und
Algorithmen gibt, die in Deutschland entwickelt wurden, die aber in der
Schublade liegen, patentiert oder nicht patentiert und einfach nicht den Weg
zur Anwendung finden? Wie schätzte die Leistungsfähigkeit Deutschlands ein, was
die Umsetzung von KFG in geschäftliche oder auch Naturgut angeht?

00:23:53
Roland Fiege: Positiv begonnen. Wir haben sehr gute Forscher und gute
Institute, nicht nur DFKI und Fraunhofer. Es gibt da schon eine bunte
Landschaft. Wir tun uns extrem schwer, daraus einfach ein Business zu
generieren. Wir kennen das ja vom MP3-Player. Es gibt eine Analogie auch hier
in der Szene. Das Beispiel, was viele immer wieder bringen, wenn sie einen
Vortrag halten, werde ich auch gehört haben. Das AlphaGo, den Weltmeister
geschlagen hat, dem ältesten Brettspiel der Welt, wird Tausenden von Jahren
gespielt. Hätte ich keine vorstellen können. Da braucht man Intuition,
Kreativität. Das geht ja sehr stark durch die Presse. Es gibt übrigens eine
Doku, dazu kann ich nur empfehlen. Muss ich mal angucken, das sensationell
gemacht, dieser Mensch-Maschine Kampf. Das Spannende ist, dass dieser
Algorithmus entwickelt wurde von Professor Schmidhuber aus einem
Forschungsteam, bestehend aus deutschen und Schweizer Wissenschaftlern. Das
heißt, diesen sensationellen Algorithmus, der durch die Presse geht, haben wir
auch mitfinanziert und kapitalisiert. Google hat es gekauft, Google akquiriert.
Interessanterweise ist es AlphaGo immer noch hoch defizitär, aber hat natürlich
wahnsinnige Power. Ich glaube, die werden auch früher, später kapitalisieren.
Ist für mich ein schönes Beispiel, das eigentlich der Forschungs Impuls aus
Deutschland respektive Schweiz kam. Und wer hat jetzt wieder, sage ich mal,
business mäßig genutzt? Da haben wir wieder nur zugeguckt. Ich glaube, wir
haben eine brutale Fantasielosigkeit. Ich sage immer spaltbares optimierer.
Wenn wir über Sensoren nachdenken, denken wir daran beim Auto, dass der
Scheibenwischer angeht. Und die Chinesen haben den Tesla auseinandergenommen
und haben gesehen. Da hat er viel mehr Sensoren drin, als er braucht. Klar, bei
der hätte ich weiterdenken. Das Auto ist ja kein Fortbewegungsmittel, sondern
eigentlich eine Schaltzentrale. Und wenn ich da mehr Sensoren habe, kann ich
ganz neue Geschäftsmodelle machen. Was ich flottenmanagement ein schönes
Lieferdienste, was weiß ich? Das heißt, wir haben keine Business Fantasy? Wir
haben ja einzelne gute Algorithmen. Wir versuchen, einzelne Sachen zu
optimieren, Krebsdiagnose, alles wichtige Sachen. Aber wie man daraus Business
macht, das ist nicht in unserer DNA unwahrscheinlich.

00:26:00
Roland Fiege: Aber das ist ein grundsätzliches Problem. Was wir in
Deutschland sehen, wir optimieren. Wir sind diese inkrementelle Verbesserung.
Wir optimieren den Schlüssel so lange, bis ein Display hat und 700 Euro kostet.
Nur so ein Autoschlüssel kann Auto automatisch aus der Parklücke fahren. Wird
doch keiner tun. Aber wir denken nicht darüber nach, wie die Software
Wertschöpfung sein könnte, also zum Beispiel den Schlüssel überhaupt nicht mehr
produzieren muss, sondern der Schlüssel. Einfach nur noch ein QR-Code auf dem
Handy ist. Zum Beispiel. Und das ist ein großes Problem. Und in einem anderen
Interview habe ich erklärt Die Dinge, die werden halt eine Matrix Funktion in
unserer Gesellschaft einnehmen im Gesundheitswesen, in der Energietechnik, in
der Entwicklung von Software, im Maschinenbau, im Automobilbereich, in
intelligenten Städten. Das heißt, das wird in alle Bereiche rein diffundieren,
sozusagen. Und das haben wir heute noch nur bedingt verstanden. Und das
Programm, das die Bundesregierung gelegt hat, hat er gesagt Wir stecken
Milliarden in die künstliche Intelligenz. Wir hatten gestern Fully erwähnt, ein
eigenes Unternehmen, der in seinem eigenen als chinesische 3,8 Milliarden
Dollar liegen. Und das ist nur einer von vielen Google und Facebook, die da
alle noch tun und wissen wir gar nicht. Und deshalb sage ich Wir haben den Sinn
noch nicht wirklich und die Power, die dahinter steckt, noch nicht wirklich
verstanden. Wir sind noch immer in der Industriegesellschaft und nicht in der
Wissensgesellschaft.

00:27:50
Roland Fiege: Die habe ich auch. Die Befürchtung habe ich auch, wenn ich
ganz kurz etwas einwerfen kann. Bereits im September 2014 sagte damals der
Ministerpräsident von China, Li Keqiang.

00:28:02
Speaker 3: Kann ich Chinesisch? Dieser hieß Massen, Gründungen und
Massen Innovationen. Und wenn ich mir was das mit sich gebracht hat, waren
tausende, tausende von Existenzgründungen Zentren da. Jeder Oberbürgermeister
einer mittelgroßen chinesischen Gemeinde überschlagen sich mit Benefiz und drei
Jahre mietfrei. Und so weiter für Start ups. Da wurden Zehntausende von
Architekten herangezogen in den letzten Jahren, und da ist ja schon allein,
wenn du sagst, wir haben das noch gar nicht begriffen, und die Politik hat das
nicht in dem großen Maße schon einmal begriffen. Was ja auch fehlt, ist die
Manpower dahinter. Also wenn ich, wenn ich schon sehe, was für einen Krampf ist
in Deutschland gute Web-Entwickler und gute Basis, Technologie Leute zu finden,
dann ist das schon eine Herausforderung. Was soll man denn sagen, wenn wir auf
einmal irgendwie 100 000 Developer brauchen? Oder Developer, die schon massiv Erfahrung
haben? Und da ist ist eine Sache. Die kann man nicht von jetzt auf nachher
einschalten, sondern es muss man über zehn Jahre hin planen. Und da sehe ich
ein bisschen schwarz, dass da der Zug vielleicht schon abgefahren ist, aber
vielleicht PDAs oder bessere Beispiele und Business Anwendungen oder die
monetarisiert von künstlicher Intelligenz für sie typische deutsche Industrie
und Wirtschaftslandesrat angeht.

00:29:30
Roland Fiege: Auch muss ich nur sagen, dass das Programm der
Bundesregierung made in Germany made in Germany, das ist so typisch Ingenieur
mäßige hervorkommt kann ich das nur nur bestätigen und guckt auch nur bedingt
optimistisch in die Zukunft, weil wir natürlich Schuldensituation haben. Die
Talente werden abgeworben. Das ist für mich übrigens der größte Engpass, den du
ansprichst, die Skills und die algorithmisch zum Teil auch die Daten. Aber ich
will trotzdem mal ein positives Beispiel bringen. Kann ich schon mal erwähnt.
Es kommt ja auch nicht aus dem Valley, sondern ist ja auch ganz genau. Und ich
habe ein Projekt miterleben dürfen, was jetzt eigentlich nicht so ist. Finde
ich mal besonders spannend, die Firma genannt, die wird man wahrscheinlich
nicht kennen, das die größte Gießerei in Deutschland ist Gießerei. Es ist
wahnsinnig komplex, Großprojekte zu kalkulieren. Da brauche ich sehr viele
Experten. Erfahrung ist ein aufwendiger Prozess. Gemacht haben wir genommen und
haben trainiert. Das gussteile richtig kalkuliert werden. Was steht dabei? Eine
KI basierte Preiskalkulation von Großprojekten? Kann man sagen. Ja, ganz nett,
aber noch kein game changer. Das Spannende ist Wenn ich jetzt Business Fantasy
rein bringe, sage ich Pass mal auf. Dieses System biete ich anderen Gießereien
an, oder ich baue eine Plattform, eine Auktionsplattform, wo in Echtzeit
angeboten werden kann. Noch Projekte, weil ich kann in Echtzeit das Preislichen
machen. Genannt wird nach wie vor im Kerngeschäft eine Gießerei sein. Aber mit
solchen Ideen kann ich mein Geschäftsfeld erweitern. Das ist für mich ein tolles
Beispiel zu sagen. Selbst in so einer Industrie kann ich Cay einsetzen, nicht
nur, um Prozesse zu optimieren, zu optimieren. inkrementelle zu optimieren,
sondern auch mal neue Geschäftsmodelle anzugehen.

00:31:20
Roland Fiege: Was du da sagst, wenn man die Mechanik genau betrachtet
und deshalb ist das, was du sagst, so wichtig und so richtig digitalisieren,
dann kann ich vernetzen. Und wenn es digitalisiert und vernetzt ist, kann ich
es immer auch automatisieren. Automatisiert kann selber sein Unternehmen zur
Plattform werden lassen. Und wir sprechen ja so gerne über Plattform ökonomie.
Warum ist Google Alphabet? Warum ist Amazon so mächtig? Plattformen sind, auf
denen du alles findest, alles suchen kannst und dann auch bedient wirst und die
sich zwischen den Anbieter, den originären und den Kunden stellen, einen Keil
zwischen Treiben und derjenige. Wenn das so gemacht hat, wie du beschreibst,
machen die genau das. Die werden selber zur Plattform, und das ist deshalb
nicht kleiner, als es ist. Revolutionär.

00:32:21
Speaker 2: Bin ich ganz deiner Meinung, es ist doch, sage ich mal, was
die Umsetzung angeht, noch nicht vollendet, aber genau das ist die Idee. Aber
du glaubst nicht, wie schwer es ist, in solchen Industrien Verständnis zu
gewinnen, weil die denken, das kommt ihnen ins Rechenzentrum, oder wir werden
eine Masterarbeit der Human Data Scientist Business Relevanz hat. Und wenn wir
über Plattform, ökonomie reden, dann reden wir über Business und nicht über.
Ich stelle nochmal eine Box im Keller. Das ist unheimlich schwierig. Ist
überzeugungsarbeit muss man machen, weil ich meine durchkalkuliert während der
Macht der Unterscheidung konsumiere. Ich meine, die ist durch alles, was
Google, Facebook, Baidu erlaubt, werde man nicht mehr aufholen. Da gibt es tolle
Milski, selbstfahrende Autos. Kann man drüber streiten? Wir haben auch nichts
Rennen gewinnen. Aber es gibt halt immer noch diese Business, und wir dürfen
nicht vergessen Wir haben extrem starken Mittelstand. Wir haben die meisten
Hidden Champions der Welt. Wenn ich denen schaffe, diese Experience genannt,
irgendwie zu automatisieren und Plattform zugänglich zu machen, dann ist da
richtig Musik drin. Ich glaube, was wir gut können, sind Prozesse. Wir können
nun mal Industrie für null. Ich habe das konzentrieren und die Key Power
nehmen. Da haben wir in der Tat auch eine Chance. Aber ich glaube, man muss
wirklich auch ein bisschen mehr Business Phantasie wecken. Und da ist der
Mittelstand, muss man leider sagen, schon noch ein bissel verschlafen. Das ist
so plus. Es kommen natürlich noch eine Sache dazu. Wir haben eben angesprochen,
die Skills sind in Deutschland sehr, sehr schwierig zu finden. Das wird auch
zunehmen, sich verschärfen. Wir haben natürlich viele Unternehmen, haben gar
nicht die Daten Strategie. Und ich sehe in vielen Projekten Das Geld wird immer
größer. Die wollen Keiji machen und merken dann Es fehlt. Die haben gar keine
Daten. Strategie. Sie haben gar nicht die Daten, die dafür notwendig sind. Da
kann natürlich Google und Co drüber lachen, weil die natürlich nur mit Daten
arbeiten. Und auch wenn man sagt Naja, Industrie für null. Es ist nicht so,
dass alle Maschinen, die da draußen im Einsatz in KFG Daten produzieren. Ich
sehe das skeptisch. Ich will was machen und bin gar nicht vorbereitet. Immer
größer und Volants von zehn Jahren gesprochen, wahrscheinlich aber weniger Zeit
und Amazon in diesen Prozess gelingen. Also wie schaffe ich eigentlich, meine
Mitarbeiter auf diese schnelle Fahrt mitzunehmen, damit ich Radi bin? Ich weiß,
dass sie in dem Podcast hier durchaus auch einen optimistischen Ausblick machen
wollen. Aber ich sage mal, was das Thema angeht. Dieser Teufelskreis, in dem
wir uns bewegen, wo die Großen immer besser werden, und ich sage mal, wir Daten
sei Skills eigentlich das Nachsehen haben, fehlt mir wirklich die Fantasie. Wie
wir das aufholen wollen?

00:35:02
Speaker 3: Fakt ist Ohne Daten machst du halt nix, und ich kann dir nur
beipflichten, was wir nicht verstehen. Dem deutschen Ingenieur ist nichts zu
schwör. Aber es muss auch ein Gewicht haben, wenn es nicht materiell ist. Wenn
es nicht physikalisch ist, dann ist es nichts wert. Tesla hat schon vor zwei,
drei Jahren über die Software des Autos gefahren und hat dafür Geld verlangt.
Die deutschen Ingenieure können sich das ehrlich gesagt heute noch nicht
vorstellen. Die sagen einfach das Auto. Das Blech ist das Wichtige, und die
Software betreibt. Und das führt einfach dazu, dass wir über Software, Modelle,
über Service, Geschäftsmodelle, über Plattformen bei Schering Modelle leider
nur sehr wenig Gedanken machen. Auch deshalb, weil gar nicht über die Daten
verfügen, über die Sensorik, die man sonst messen könnte.

00:36:03
Speaker 2: Absolut. Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Thema Big
Data nicht mehr so ist, weil die neue Sau getrieben wird.

00:36:10
Roland Fiege: Aber so banal das klingt, ohne ohne die Daten geht es
nicht.

00:36:17
Roland Fiege: Ich würde in dem Zusammenhang sagen Es gibt ja viele
Firmen, die noch keine Daten Strategie haben. Dem kann ich absolut beipflichten,
möchte ich mal kurz lobend erwähnen, den Martin mit seiner Firma Daten Treiber,
mal kurz Werbung für Daten, Treiber. Sehr, sehr guter Ansprechpartner, wenn es
darum geht, sich überhaupt erst erstmal strategisch Gedanken zu machen. Welche
Daten haben wir denn überhaupt? Wo sind die? Wo liegen die? Wie kann man die
strukturieren? Welche internen Abteilungen müssen da zusammenarbeiten? Ist eine
gute Adresse. Packen wir in die Showdowns rein, um sich überhaupt erstmal eine
Daten Strategie überhaupt zu erarbeiten.

00:36:58
Speaker 3: Also ich sage jetzt extra nicht verpassen zu lassen, sondern
das ist wirklich eine Moderation. Dieser erfolgt mit Design thinking Ansetzen,
um ein Unternehmen zu einer Schritt für Schritt zu einer Art Daten Strategie zu
führen.

00:37:14
Speaker 2: Ich glaube, gerade der Ansatz Data thinking, abgeleitet von
dem. Die Idee, vom Markt her vom Kunden her zu entwickeln. Und genau das ist ja
das Wichtige nicht verliebt zu sein, irgendwelche Algorithmen. Ich komme mir
jetzt mal, sondern zu sagen Wie entwickle ich eigentlich keine Lösung vom Markt
her, vom Kunden her. Und darum finde ich spannend ist Design Thinking zu
übertragen. Auf das Thema Data und Key kann ich jedem nur empfehlen, einander
zu verfolgen.

00:37:45
Speaker 3: Ich habe auch das Gefühl, dass wir momentan argumentieren wie
vor 20 Jahren, wie wir fürs Internet argumentieren mussten, dass Webseiten
nötig sind und E-Mails und so weiter. Und ich glaube, in einer gewissen Zeit
werden wir auf jetzt zurückblicken und sagen Ja, war Riesenthema, jetzt ist das
vollkommen normal, und irgendwie steckt das überall drin.

00:38:04
Roland Fiege: Nein, auch hier nochmal an euch beide. Die Frage Müssen
wir nicht viel mehr Aufklärungsarbeit den Menschen die Angst nehmen, weil
dieses Recht so beschreibt? Oh, die übermannen. Da sind jetzt ein Paar, die da
eine Art Trillion draus machen, und die wollen in unsere Gehirne dringen. Und
das ist das Ende des Sinn, des Lebens, des Menschen. So etwas kommt sehr bei
und müsste man nicht viel mehr sagen. Leute, also wir tuns schon alle jeden
Tag. Und die hilft uns. Jeden Tag wird der Sprit, die Sprit Menge reguliert,
die wird verbessert. Die Autos haben größere Leistungen. Wir können Predictive
Maintenance machen. Wir können sagen Dein Pkw geh jetzt besser zur Werkstatt,
da stimmt was nicht, weil es eben auch da Sensorik funkt an die Werkstatt, und
ich bekomme eine Warnung Bitte rechts ran und fahr nicht mehr weiter. Und
dasselbe wird auch bei Menschen passieren. Diese beschreibt dann die Sensorik, die
in die Unterwäsche geht. Ja, diese Sensorik wird Leben retten, weil ein
Unterhemd das Sensorik hat und mir an meinen Band meldet. Das stimmt was nicht.
Du hast Herzrhythmusstörungen. In vier Tagen könntest du einen Herzinfarkt
bekommen. Da werden Leben retten. So einfach ist die Kiste, wenn wir sie
richtig einsetzen. Dabei sollte man natürlich nicht naiv sein. Dafür plädiere
ich nicht sehr kritisch. Und ethisch moralische Werte dahinter haben auch
Regeln aufsetzen, wie die Daten dann genutzt werden dürfen. Aber das kommt dann
eben im nächsten Schritt automatisch. Und da plädiere ich sehr stark für die
Daten Souveränität. Es geht nämlich nicht mehr nur um Sicherheit. Es geht um
die Souveränität der Daten eines jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten.
Die muss genauso gewahrt sein wie die eigentliche Souveränität der Person. Und
dann wird die KI uns mehr nutzen, wenn sie uns schaden.

00:40:12
Speaker 2: Wir haben natürlich das Thema und die Psychologie des
Menschen, dass man wahrscheinlich empfänglich ist für diese Angst Szenarien.

00:40:19
Roland Fiege: Ich teile deine Meinung, weil was passiert momentan? Wir
reden ja momentan in Deutschland mehr über Regulation, über Ethik.

00:40:26
Speaker 2: Wir tun ja so, als ob wir eine ganz mächtige KI haben, die
wir ja irgendwie bändigen müssen. Es ist ja absurd, haben wir ja gar nicht.

00:40:34
Roland Fiege: Und insofern haben wir ganz andere Fragen und die
Reaktionen aus dieser Angst heraus. Und das kann ich verstehen, wenn ich, wenn
ich nicht verstehe. Und dann ist es natürlich naheliegend, dass sich solche
Horrorszenarien dann als Bedrohung sehe. Ich glaube, dass dann einfach
Empfindliche empfänglich dafür ist. Insofern die einzige Chance in der Tat, wie
du sagst, einfach die Vorteile, die Benefiz zu zeigen, ohne das naiv zu sehen.
Aber ich finde es immer wahnsinnig schwierig. Bin ja auch viel unterwegs, sei
es Vorträge, sei es ein Unternehmen, weil das vorherrschende Paradigma ist.
Doch schon die KI ist doch eigentlich böse. Und wie kriegen wir die jetzt in Griff?
Und dieses positive Momentum, wie du sagst, Gesundheit, Wohlstand all das ist
schwer zu vermitteln. Und insofern ja Aufklärung. Die spannende Frage ist Wer
macht das denn im großen Stil? Ich habe mal ein paar Bücher, ein paar Vorträge
von alleine werden nicht reichen. Ich glaube, da brauchen wir schon ein
anderes, anderes Momentum. Ich sehe das absolut kritisch. Entwicklung und da
müssen wir arbeiten.

00:41:40
Speaker 3: Ich muss da mal kurzen Perspektivwechsel einwerfen Stellt
euch doch vor zehn Jahren, als Facebook aus den Löchern kam, vor acht Jahren,
vor sieben Jahren. Was haben wir denn wirklich der Welt? Ich weiß, wie es euch
ging. Als ich 2009 ich war ja auch relativ spät dran Facebook für mich entdeckt
habe, war das für mich erst mal so eine Art privater Service, weil ich gesehen
habe Egal, wo ich bin, auf welchem Blog was ich lese, überall ist verboten, und
ich habe im Grunde genommen das mir selbst gesperrt damit. Ich habe es als
Bookmarks Service missbraucht, und dann war ich auf einem Präsentation. Da ging
es auch im Agentur Context. Nochmal hier, alles wird anders. Social Media
verändert Marketing, stellt alles auf den Kopf, alles wird neu für mich. Von
einem Moment auf den anderen hab ich ja klar. Natürlich total logisch. Das ist
ganz klar. Das ist der nächste große heiße Scheiße. Das war vor zehn Jahren.
Und dann haben wir jahrelang, und es geht auch dir so, Karl-Heinz. Das ging
auch so, Peter. Wir mussten ja wirklich Evangelisierung und an die Leute ran.
Schwaetzer sagen Ja, das ist wichtiger. Es ist alles ein bisschen anders
gekommen als gedacht. Von wegen.

00:42:50
Roland Fiege: Die haben wir früher immer gesagt. Die Schlauheit der
Masse? Ja, genau. Die Schwarmintelligenz, die war es dann nicht.

00:43:06
Speaker 3: Es ist auch so, dass das Geschäftsmodell am Ende ein ganz
brutales, einfaches Geschäftsmodell wurde. Am Beispiel Facebook. Aber das war
ja von vornherein klar, und man musste auch dahin argumentieren. Und ich weiß
noch, wie jeder quasi in meinem Alter und älter die Hände überm Kopf, das ich
nie im läbe. Irgendwelche Bilder auf Facebook, donaufestival und heute? Oma,
Opa, alle machen das, alle sind dabei. Die Kids machen wiederum andere
Plattformen unsicher, und ich glaube, diese Phase, die ja auch fünf Jahre
gebraucht hat, um in Deutschland quasi für normal normales, ordentliches
Kommunikationsmedium, dessen man sich nicht schämen muss, durchzusetzen. Das
wird es auch bei künstlicher Intelligenz sein, und zwar genau dann, wie du so
schön gesagt hast. Karl-Heinz Ja, künstliche Intelligenz wird Menschenleben
retten, wird das Leben bereichern und anreichern und die ängste damit in den
Hintergrund stellen. Meine Erfahrung ist Das war ja auch bei jedem Datenschutz
Skandal rund um Facebook so in dem Moment, wo der Nutzer der wahrgenommene
Mehrwert eines Mediums oder eine Technologie größer ist als der vermeintliche.