Erde 5.0 – Perspektivwechsel Podcast – neue Geschäftsmodelle braucht das Land

Corona bedeutet für viele Unternehmen “survival of the fittest” im Schnelldurchgang. Bildung und Anpassungsfähigkeit sind Überlebensnotwendig. Ist unser Bildungssystem darauf vorbereitet? Wie gehen wir mit der sich abzeichnenden Insolvenzwelle um? Viele Fragen und auch ein paar Antworten 🙂


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00:00:13
Roland Fiege: Im neuen Erde fünf null Perspektivwechsel Podcast treffen sich Karl-Heinz Land und Roland Fiege regelmäßig mit spannenden Menschen, sprechen über die Herausforderungen der Zukunft. Fluch und Segen der Digitalisierung. Wir sprechen über die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz und der Datenökonomie. Ist die Digitalisierung letztendlich der Hebel zu mehr Nachhaltigkeit und der Weg zu einer ökologisch sozialen Marktwirtschaft?

00:00:39
Roland Fiege: Eine kritische Betrachtung der Gegenwart mit einem optimistischen Blick in die Zukunft.

00:00:46
Roland Fiege: Willkommen zurück zum 5.0 Podcast Perspektivwechsel mit mir am Mikrofon wie immer Karl-Heinz Land im schönen Hennef bei Köln.

00:00:57
Speaker 1: Schönen guten Morgen, Karl-Heinz und mit mir ist Roland Fiege Marketing Technology Experte vor dem Herren.

00:01:12
Speaker 1: Karl-Heinz Wir lassen aber weiterlaufen. Karl-Heinz Land als Buchautor unter anderem von Erde 5.0 als Sprecher, Redner, eine Darwish auf den Bühnen und ein absoluter Visionär in puncto Digitalisierung und Zukunft. Heute aber wieder eine knappe Woche Rum, Corona wütet immer noch. Karl-Heinz, was ist für dich die Schlagzeile des Tages.

00:01:38
Speaker 1: Also zum einen natürlich das Aufkommen von verschiedenen Corona. Wir haben das gelesen in einer Kirche beziehungsweise in einer Synagoge. Bei einer Trauerfeier über 150 Infizierte gegeben. Die Dunkelziffer kennt man noch nicht. Weder in der Landwirtschaft, diesmal bei Erntehelfern. Und ja, und jetzt gibt’s die ganzen Diskussionen um was ist mit den Restriktionen, wenn Menschen aus diesen Risikogebieten zurückkommen? Aus dem Urlaub? Man hat die jetzt alle brav in Urlaub fliegen lassen. Und jetzt wird angekündigt, ein Risiko, das Risiko zurückkommen, Zurückkehrende einen Test machen müssen. Und da gibt es natürlich heftige Kritik und heftige Diskussionen.

00:02:32
Speaker 1: Da wird sich auch jeder Arbeitgeber freuen, wenn die Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückkommen, einerseits erholt sind, sie jetzt schon drei Monate zu Hause waren oder gearbeitet haben oder auch nicht gearbeitet haben und dann noch in Quarantäne zumTeil müssen. Interessant ist aber auch die Tatsache, dass in Frankfurt am Flughafen wird ja sehr viel getestet. Und da hat man herausgefunden Die meisten Infektion kommen gar nicht aus Risikogebieten, sondern aus dem europäischen Umland oder Ausland. Ich glaube, dass der Begriff Dunkelziffer definitiv anwendbar. Werden wir diesen Herbst noch ein paar überraschungen erleben? Was natürlich dazu führt, dass die Planbarkeit jetzt egal von welchem Geschäftsmodell oder Schule, einfach nicht gegeben ist. Ich bin ja immer ein großer Freund der Anpassung, gerade wenn es um wirtschaftliche Sachen geht.

00:03:25
Speaker 1: Wie weit glaubst du denn, ist dies die Nation im Sinne von auf den Schulanfang, den Studien Anfang vorbereitet? Die hatten doch jetzt eigentlich vier Monate Zeit, dieses Geld mal abzurufen. Da gab es ja Halbtagsschule. Wie siehst du die Situation? Sind die Schulen und Hochschulen gut gerüstet?

00:03:49
Speaker 1: Aktuell ist da gar nix gut gerüstet. Man muss sich eins klarmachen Ich glaube, die Wirtschaft hat sehr schnell reagiert, denke an Hom, Videokonferenzen, Kunden, Meetings, Konferenzen, die rein digital stattfinden, auch mit Kunden und Beteiligten in der Schule.

00:04:12
Speaker 2: Ich weiß nicht, was da los ist.

00:04:15
Speaker 1: Wir bräuchten eine komplett neue Bildung. Fakt ist dieser digitale Pakt nach fünf Milliarden vom Bund bereitgestellt worden.

00:04:24
Speaker 2: Davon sind jetzt angeblich 30 oder 40 Millionen abgerufen. So siehts zumindest aus. Die Schulen gar nicht wissen wie das Geld ab. B. Was mache ich damit?

00:04:38
Speaker 1: Das heißt, man hat so gedacht, wir stellen hier mal eben fünf Milliarden bereit, und dann werden dafür Tablets und so weiter.

00:04:44
Speaker 1: Aber ich habe mit Schulleiterin gesprochen. Ich bin relativ viel in Schulen unterwegs, auch zum Thema eher Vorträge halten. Und da sagen die Schulleiter Wir haben ja gar kein WLAN. Wir haben ja gar keinen Internet-Anschluss, wir haben ja gar kein Systemadministrator. Wer soll denn die Tablets, wenn sie denn mal da wären, alle administrieren und auf Sicherheit und Freiheit und so weiter. Wer soll das denn machen? Müssen wir dazu jetzt noch mal jemanden einstellen? Diese Dinge sind komplett ungeklärt.

00:05:17
Speaker 2: Ein Riesenproblem.

00:05:19
Speaker 1: Das heißt, da ist nicht wirklich viel passiert. Es soll ja auch der eine oder andere Lehrkraft gegeben haben, die zum Teil wochenlang untergetaucht war. So nach dem Motto Habe ich nicht gelernt, dafür werde ich nicht bezahlt. Was soll dieser Quatsch übers Internet unterrichten? Da steht uns vielleicht auch unser föderales System so ein bisschen im Weg. Aber das kann ja nicht der Ernst sein. Ich glaube, ich habe. Zählt, dass es schon wieder zehn Jahre her, da war ich auf der Konferenz in Kuala Lumpur Wokalek aus ganz Europa, da waren vor allem aber auch aus Asien. Und da ist mir das wirklich wie es ist schon zehn Jahre her, da ist mir das so ins Gesicht geknallt. Einmal die Tatsache, dass Asien im Schnitt gefühlte 15 Jahre jünger ist als wir Europäer. Was sie tun? Aber das waren alles Menschen dabei, die waren viel Generalist. Ausgebildeter konnte jeder in diesen Teams, auch Juniors Nachwuchsleute. Jeder konnte Basis Analytics, Sachen mit Exel waren, jeder konnte Grafik, jeder konnte wie jeder konnte die Geschicke powerpoint-folien machen. Da war viel mehr Substanz im Umgang mit diesen Medien vorhanden. Und das ist schon zehn Jahre her. Ich träume. Ich wage gar nicht mehr vorzustellen, wo die jetzt schon sitzen. Und wir diskutieren immer noch über Internet-Zugang für Schulen.

00:06:40
Speaker 1: Zwei Dinge muss man ja ganz sachlich und ruhig betrachten. Erstens Unser Bildungssystem ist durch den Föderalismus massiv behindert. Was soll das in 16 Ländern? Eigene Bildungsminister, Bildungsministerium und jeder macht sein eigenes Ding.

00:06:57
Speaker 1: Und wenn der Abiturient wechseln will, während des Abiturs während des Abiturs das Gymnasium von Nordrhein-Westfalen nach Bayern keine Zulassung oder später Probleme beim Studium? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Sowas geht gar nicht. Es gibt das föderale, föderale System hat Vorteile. Das sehen wir auch in Bezug auf die Wirtschaft, denkt ans Schwabenland und viele andere Bereiche, wo das föderale Starkmacht aber in der Bildung und in der Kultur behindert ist.

00:07:32
Speaker 1: Massivst. Massivst. Ja, die einfachen Strukturen tuns da nicht, und man muss er einsehen. Ich weiß nicht, ob das jedem so bewusst ist. Das föderale System ist uns damals auferlegt worden von den Amerikanern nach dem Krieg. Wir wollen nicht mehr so etwas wie Adolf Hitler, der ganz schnell das Land umdreht. Also machen wir das föderal. Das hat uns entschleunigt, und genau diese Entschleunigung behindert uns, weil wir sind so lahm geworden, dass wir einfach mit den Dingen nicht mehr klarkommen. Und in einer hoch digitalisierten und vernetzten Welt, wo Kompetenz Wissen schlägt, also wo es einfach darum geht, so wie du sagst. Ich muss die Dinge auch einfach tun können, nicht nur theoretisch beschreiben. Ich muss wissen, wie man mit Excel und Powerpoint. Wir erleben Studenten, die bei uns Praktika machen oder bei uns im Unternehmen mit der Beratung beginnen, dass sie nicht mal wissen, wie ein Betriebssystem funktioniert. Das nenne ich mal wissen, wie Powerpoint eine neue Version auf dem Computer installieren kann.

00:08:41
Speaker 2: Und das funktioniert halt nicht mehr. Denn.

00:08:45
Speaker 1: Mit der zunehmenden Digitalisierung und der Vernetzung verändern sich hier auch die Anforderungen aus dem Berufsleben. Wie sah denn früher eine Fabrik aus? Da hast du die Arbeit zu bekommen. Das Lesen und Schreiben konnten die Maschinen besser bedienen und dann im Akkord an der Maschine gearbeitet haben. Heute haben wir aber Arbeitsplätze, die sehen ganz anders aus. Und die Ausbildung? Die Schule hat sich in den letzten hundert Jahren nicht gewandelt. Das heißt, wir lehren noch immer das, was wir vor hundert Jahren gelehrt haben. Unsere Schule kommt er aus dem Preußentum, fester Stundenplan, alles nach Anweisung. Jetzt setzen wir schlagen Buch Seite 53 und vortragen.

00:09:40
Speaker 2: Damit komme ich weiter. Das ist wie hier lehren die falschen Inhalte.

00:09:46
Speaker 1: Es ist viel schlimmer als das, was wir bringen die Methoden nicht rüber, die wir brauchen. Wir brauchen Sozialkompetenzen, wir brauchen Sachkompetenz. Wir brauchen methodenkompetenz. Wir brauchen Medien, Kompetenzen und nichts von dem, was wir bräuchten. Gelehrt. Stattdessen bilden wir Einzelkämpfer aus, die in Teams nicht vernünftig kollaborieren und zusammenarbeiten können. Und viele der Herausforderungen, die auf uns warten in unserer Hochkomplexen, die der Einzelne nicht lösen, die werden mit neuen Teams.

00:10:23
Speaker 1: Aber wenn wir das vergleichen. Ich gehe jetzt mal lieber, überlege zum Beispiel Mein Vater ist Jahrgang 41, der hat irgendwann mal was gelernt. Dann hat er irgendwann mal bei Siemens angefangen. Hat er 38 Jahre lang gearbeitet, und dann ist er in den Ruhestand gegangen? Wohlverdienten bei mir. Ich gehe mal 30 Jahre zurück. Da hat man noch Schreibmaschinen schreiben gelernt, Stenografie, Kram. Das hat uns damals schon amüsiert. Damals gab es aber immer noch Gehst du zur Dresdner Bank, zur Commerzbank oder zu Siemens oder zu BBC? Ja, genau, da bist du sicher. Nichts hat Bestand in den letzten 30 Jahren. Die Banken gibts zum Teil gar nicht mehr oder wurden irgendwie fusioniert. Die großen Konzerne, die irgendwann mal Gasturbinen und Atomkraftwerke gebaut haben. Und solche Dinge sind auch ganz anders aufgestellt. Man musste sich ja immer anpassen an die Gegebenheit und selbst in der IT-Branche. Ich erinnere mich daran noch vor zehn, 15 Jahren. Da gab es Menschen, die mainframe hatten, also für die jüngeren Hörer. Das war früher mal Kritik. Die großen Computer, die großen Schränke, wo alles drin lief, und dann, mit dicken Kabeln, wurden dann die Terminals Monitore angeschlossen und quer durch die Büros gelegt. Dann gabs diese Umstellung zur sogenannten Klein Service Architecture. Da gab’s Long Story Short. Das hat jeweils sehr, sehr unterschiedliche fachliche Kompetenzen benötigt. Also ob man da eine andere Stadt cobol musste oder eine andere Programmiersprache lernen. Dann kam Windows, Server, Architektur, dann kam das Internet. Also selbst dort ist ja eine Beschleunigung der Veränderungen. Der Mensch muss sich ja immer schneller anpassen an die gesellschaftlichen Veränderungen, technologischen Veränderungen. Und jetzt haben wir ja eine Situation. Und da, ganz ehrlich Ich habe in meinem Leben noch nie Schwierigkeiten gehabt, mich an geänderte Umstände anzupassen. Meistens habe ich sie selbst herbeigeführt. Jetzt haben wir eine Situation, wo ich mir wirklich schwer tue, ein Geschäftsmodell, was zehn Jahre hervorragend funktioniert hat. Im Bereich Immobilienwirtschaft und kurzfristige Vermietungen Airbnb, was von einem Tag auf den anderen implodiert und auf kleinster Flamme zwar weiter kocht, und das ist auch okay so. Aber wirklich Neues sich auszudenken, wie man bei den Startups immer so schön sagt, ja, wirklich, das Geschäftsmodell nochmal komplett umzudrehen, um sich selbst neu zu erfinden. Wie siehst du denn das, wenn du heute Kindern, Jugendlichen oder deinem Zwanzigjährigen selbst raten müsstest heute, was studiere ich denn? Was lerne ich denn? Wo soll ich mich denn hin orientieren?

00:13:18
Speaker 2: Die erste Frage Lass mich beantworten. Das Thema der Exponent der Veränderung wird oft nicht verstanden, weil wir den Kontext nicht verstehen. Das Thema ist in den letzten.

00:13:33
Speaker 1: Fünfhundert Jahren hat sich die Welt dramatisch verändert von der Industriegesellschaft, die über Industrie und Industrialisierung, von vielen Prozessen auch in der Landwirtschaft und so weiter gelebt hat. Wir gehen jetzt über in die Wissensgesellschaft, in der Wissen Wertschöpfung, der sogenannte Notlager, der Wissensarbeiter, der, ohne dass etwas wirklich produziert, nur weil er, was weiß, eine Wertschöpfung teil an der Wertschöpfung teilnimmt. Das Problem dabei ist, dass mit der steigenden Rechnerleistung, mit der zunehmenden Vernetzung sich die Dinge verändern. Wenn du mal genau zurück überlegst, vor 20, 25, 30 Jahren, als das Internet entstand, da gab es Firmen wie Yahoo oder Netscape.

00:14:25
Speaker 2: Das war gigantisch. Das waren ja die sind heute. Oder Yahoo! Die sind heute Staub im Universum. Man hätte gesagt, die haben das Internet mal mit erfunden, aber sie sind weg. Warum? Weil die Geschäftsmodelle sich so schnell verändert haben.

00:14:42
Speaker 1: Und wenn man es mal genau betrachtet? Wenn du heute guckst. Facebook ist eigentlich schon wieder auf dem absteigenden Ast. Die Nutzerzahlen aber, da sind auf einmal Firmen wie Thinktank, die aus dem Nichts kamen und innerhalb von kürzester Zeit die Einführung des Fernsehens bis zum 50 Millionen Nutzer hat mal über 30 Jahre gedauert. Beim Telefon dauert es dann nur noch irgendwie 20 Jahre und so weiter. Internet hatten wir nach knapp fünf Jahren die 15 Millionen Benutzer so. Und die Zyklen nehmen ab. Jede Erfindung beschleunigt die Erfindung der nächsten und die wiederum zusammen dann die Erfindung der Nächsten und der nächsten. Deshalb Die Zyklen werden kürzer. Ich sage immer Wenn es den Menschen heute zu schnell geht, sollten sie daran denken. So langsam, wie es jetzt ist, wird es nie mehr werden. Das müssen wir uns klarmachen. Die Geschwindigkeit wird zunehmen, das ist das erste, das zweite. Wenn du dann sagt, was machen wir denn dann mit unseren Kindern? Jetzt sind wir wieder bei der Bildung. Bei welche Berufe sollen die denn lernen, wenn sich doch alles ändert? Also, ich sage mal Der letzte Fahrlehrer, der ist wahrscheinlich schon längst ausgebildet. Ich hoffe das zumindest. Denn wenn übermorgen das autonome Fahrzeug vor der Türe steht, wer braucht dann noch den Führerschein? Dasselbe gilt natürlich für einen Lkw-Fahrer und ähnliche Berufe, wo wir einfach sagen Das autonome Fahrzeug wird diese Berufe obsolet machen. Gleichzeitig erkennen wir aber Das war ganz andere Berufsbilder brauchen also. Wir brauchen Menschen, die kritisch hinterfragen, Fähigkeiten, Fertigkeiten beherrschen, die Komplexität managen können, unsere Welt durch die Digitalisierung und durch diese zunehmende Geschwindigkeit der Entwicklung. Die wird ja nicht weniger komplex. Wir werden in den nächsten Episoden über Machine Learning, über künstliche Intelligenz sprechen. Also wenn das CPE System, also die Buchhaltung, Software vor und wie sie alle heißen, mit künstlicher Intelligenz, also mit lernenden Algorithmen angereichert werden. Glaubst du, wir brauchen dann noch Buchhalter?

00:17:14
Speaker 2: Die nächste Stufe der Entwicklung?

00:17:16
Speaker 2: Ich sage immer Die nächste Stufe der Revolution wird diesmal nicht in den Fabriken stattfinden, wird diesmal in unseren Büros stattfinden. Also wir werden eine Automatisierung erleben.

00:17:30
Speaker 1: Und übrigens Wir findet gerade statt mit Homeoffice Client Server Architekturen, Cloud. Warum wohl? Wo Menschen arbeiten, wann und wo sie wollen. Inzwischen brechen wir ja nicht mehr vom Homeoffice oder von der Heimarbeit, sondern wir sprechen vom Mobile Working Network.

00:17:50
Speaker 2: Das ist das, was passieren wird.

00:17:52
Speaker 1: Und für diese Berufe, die wir dann auch komplett neu denken müssen, wo Mitarbeiter, wann immer und wo sie wollen, arbeiten. Da müssen wir im Prinzip jetzt die Basis schaffen, die Infrastrukturen, aber vor allen Dingen auch die Bildung, die dem Kind erlauben, sowie die Maria Montessori mal gesagt hat das Kind als Baumeister seiner selbst. Wo auch vielmehr die Neigungen wieder den Neigungen und Fertigkeiten, den Talenten entsprochen wird, wie das heute der Fall ist in der Bildung, wo wir im Prinzip alle in derselben Zeit durch dasselbe Programm durchziehen.

00:18:32
Speaker 1: Ich denke schon, dass wir da gebe ich dir recht, dass viele Bürojobs, viele repetitive Arbeiten, Verwaltung bis hin zu Juristerei zumindest mal was Vertrags für Gestaltung und Verträge, Lesen und Interpretieren angeht, wird sehr stark automatisiert werden. Und wir werden das erleben, so wie wir, als die Montanindustrie quasi gegen Ende ging, wir von Gesellschaften hatten. Dafür werden wir auch auf Gesellschaften für heute 35, 40 jährige Menschen 50 jährige Menschen sehen, die dann halt irgendwie künstlich weiter beschäftigt werden oder eben Teil der subventionierten Wirtschaft werden. Aber dann tatsächlich die Frage ist dann vielleicht das Ganze? Musste ich schmunzeln, als der Montessori gesagt hast genau dort unsere Erstgeborenen hinschicken. Ab nächster Woche aber letztlich in Kombination mit Technologie, also einerseits quasi der derjenige, der schreinern kann, der aber auch ein bisschen programmieren kann und komplexes zusammenhalten oder Zusammenhänge auch verstehen kann. Ich denke, das ist das, was mich wirklich momentan umtreibt. Ist dieses Thema Anpassungsfähigkeit? Survival of the fittest. Nur wenn du nicht weißt, woran du dich anpassen sollst, weil du nicht weißt, ob die übernächste Woche wieder alles zugemacht wird. Was ist denn quasi noch gewiss, außer dass sich alles immer schneller ändert? Und das ist ein Riesenthema für viele, viele Unternehmen. Der Mittelstand kommt meines Erachtens in große Probleme, also kleine und mittelständische Unternehmen. Ich spreche jetzt nicht nur von Modelagenturen, Fotografen, DJs, Cafés. Das wird ja auch noch irgendwie eine Nummer größer gehen, wo es Probleme geben wird. Und wir werden. In den nächsten Jahren hatte ich in der letzten Episode schon gesagt Weitestgehenden ist subventionierte Wirtschaft erleben, was ja dann wiederum auch das gesamte Finanzsystem in Situationen bringen wird, die wir uns jetzt auch noch nicht vorstellen. Das ist für den Mittelstand, der diese Anpassungsfähigkeit des Mittelstandes, der ja eigentlich auch ganz gut drin war. Was würdest du denn jemandem raten, in welche Richtung Produkte zu entwickeln oder sich zu verändern?

00:20:59
Speaker 1: Drei Dinge lassen mich erst noch eine Sache zur Bildung sagen. Bildung ist die Voraussetzung für alles. Wir müssen darauf achten, dass Menschen mit dieser Komplexität umgehen können. Das kannst du nur, indem du Menschen zur Eigenverantwortlichkeit erzieht. Selbstreflektion, Selbstständigkeit, Eigenständigkeit weg von Hierarchie, hin zu eigenverantwortliches Handeln und weg von Command und Control, also Anweisungen. Die Regel ist In der Wirtschaft brauchen wir Menschen, die Team und Kooperationsfähigkeit sind, die Konfliktfähigkeit sind und die diesen Umgang mit der Vielfalt nicht. Entweder oder. Wir werden oft diese Pauer verstehen müssen. Und es wird nämlich beides geben. So wie wir nicht rein digital sind, so werden wir auch analog sind. Die Verbindung liegt in diesen hybriden Modellen. Das ist so klar wie das Amen in der Kirche. Zweitens Was muss die Wirtschaft tun? Wir müssen darauf schauen, was uns fordert. Lebt, wird also Thema. Plattformen, Plattform, ökonomie ist zunehmend im Kommen.

00:22:15
Speaker 1: Das heißt, die großen Plattformen, die wir kennen Google, Amazon, Alibaba, Apple, Facebook, wie sie alle heißen, die haben uns ja vorgemacht, wie es geht.

00:22:28
Speaker 2: Jetzt kann man sich natürlich berechtigte fragen Was hat da der Mittelstand davon?

00:22:34
Speaker 1: Kann der selber diese Mechaniken nutzen und für sich anreichern? Und er gibt vielfältige Anreize. Wir machen jeden Monat Workshops mit unseren Kunden. Wie können wir selber von dieser Entwicklung auch partizipieren? Dafür muss sich das Digitale verstehen, die Mechanik, die Wirkungsweise der digitalen ökonomie und b überlegen Wie kann ich dann selber mein Unternehmen? Und da ist es egal, ob ich Schrauben Hersteller bin, Maschinenbauer, Anlagenbauer oder Automobilbau oder versicherungskonzernen. Jedes Unternehmen hat die Chance, Plattform ökonomie für sich zu nutzen.

00:23:18
Speaker 1: Das ist so glasklar. Und wer etwas anderes behauptet, kann das gerne mal mit mir diskutieren. Da wäre ich sehr überrascht, wenn mich jemand von etwas anderem überzeugen kann.

00:23:29
Speaker 2: Das dritte ist.

00:23:31
Speaker 1: Mal überlegen, was da passiert? Ich weiß nicht. Hast du die das Handelsblatt von gestern gesehen?

00:23:37
Speaker 2: Titelseite Insolvenz Vielen deutschen Unternehmen die Pleite.

00:23:44
Speaker 1: Bisher haben wir ja immer davon ausgegangen, dass die Lufthansa, die großen Banken und so weiter hingerissen, nicht nur deswegen auch wegen anderer Dinge auch betroffen macht.

00:24:04
Speaker 1: Ich meine zu 95 Prozent eines wissen jetzt, was gestern noch funktionierte, nicht mehr hast. Und das bricht von einem Tag auf den anderen Weg. Das hast du selber erlebt hier. Bei deinem Geschäftsmodell ist das halt existenzbedrohend, und deshalb muss man sich jetzt überlegen Viele dieser Ausschläge kann der einzelne Unternehmen nicht.

00:24:30
Speaker 1: Wie sollte es auch gehen? Es sei denn, du hast eine Eigenkapitalquote von hundert Prozent vorhergesagt.

00:24:37
Speaker 1: Das Problem ist ja Die Banken leihen nur Geld mit dem Regenschirm, den kriegst du bei Sonne. Aber wenn der Regen kommt, wollen die selbstverständlich.

00:24:51
Speaker 1: Da ist auch die BaFin seit Basel eins, zwei, drei Mal bei Basel 6 angekommen. Seitdem, was nach der Wirtschaftskrise der Bankenkrise 2008 passiert ist, hat man diese Institutionen mit unglaublicher Power ausgestattet. Alles musste reglementiert werden aus einem kleinen Kreditvertrag, der früher mal zwei DIN-A4-Seiten umfasste, hat heute 50 Seiten, und dann musste noch drei Bestätigungen der Nichtigkeit des Exemplars unterschreiben.

00:25:27
Speaker 2: Und dieser Bürokratieaufwand, der dort entstanden ist?

00:25:33
Speaker 1: Ja, dass die Banken, die eigentlich extrem viel Geld zur Verfügung haben, das Geld auch ausgeben können, weil die die Bedingungen nicht erfüllt sind.

00:25:44
Speaker 1: Das ist ein Riesenproblem, das sehe ich momentan so eine Diskrepanz. Was ich so erlebe, ist, dass einerseits ja überbrückungshilfe. Es gibt ja auch viel Kritik daran. Ausland zum Teil entsetzt zeit-artikel gerade wieder gelesen zu dem Thema, wo stark kritisiert wird, dass Deutschland so viel hilft und so tief in die Taschen greift. Aber in der Praxis sehe ich das ganz anders. In der Praxis ist es wirklich so ein KfW Kredit mit 2 prozent und zwei Jahre Aussetzung. Was ganz klare Programm ist doch ganz klar der Aussetzung erfüllt. Hast du weniger als 100 Mitarbeiter, weniger als 50 oder mehr als 1000? Das ist eigentlich glasklar. Und wenn du dann quasi durch die Schleuse die Hausbank gehst, dann sagen die Ja, das ist ja ganz interessant. Aber naja, hier und da und dort. Ich glaube nicht, dass das bei einem Geschäftsmodell etwas wirklich irgendwie 30, 25 Prozent Umsatzrendite in der Vergangenheit hatte. Da muss man sich überlegen Wie geht es weiter, wenn man sein Geschäftsmodell. Dafür braucht man ja auch ein paar Wochen Zeit und auch ein bisschen Kapital. Das ist ja auch nicht gerade von jetzt auf nachher machbar. Und da sehe ich auch so eine gewisse Diskrepanz zwischen einerseits den doch sehr begründbaren Fördermitteln und Förderprogrammen, die es da gibt in unterschiedlichster Ebene. Auf der anderen Seite werden dennoch etliche Kreismusikschule und Mittelständler in die Insolvenz gehen. Das werden wir doch sehen. Und die nächsten, die dann straucheln und sich auch nicht darüber freuen werden, wenn die Banken und Sparkassen seien. Da bin ich. Momentan glaube ich, dass wir noch nicht das Ende der Fahnenstange, was Fördermittel oder subventions Programme oder politischen Einfluss gesehen haben. Weil das wird ja eine Depression mit sich bringen. Was jetzt? Arbeitslosigkeit angeht, Perspektivlosigkeit. Da werden wir jetzt im September noch lange nicht rum sein. Und wenn dann jetzt zweite Welle oder dritte Welle kommt, dann wird es da noch ordentlich scheppern. Und dann hocken die Kinder auch wieder zu Hause.

00:28:07
Speaker 1: Die Banken schreiben Milliarden ab, weil sie glauben, dass die Darlehen, die sie dort vergeben haben, nicht mehr einbringen. Zumindest eine Zeit lang.

00:28:23
Speaker 2: Was gemein ist, dass man beispielsweise KfW, die scheinbar mit 1000 Milliarden.

00:28:32
Speaker 1: Und der Finanzierung von Kreuzfahrtschiffen geholfen? Warum? Weil diese Kreuzfahrtschiffe, die wurden ja gebaut, weil deutschen Werften.

00:28:41
Speaker 1: Und dann hat die KfW die dann sauber mitfinanziert und hat dann dafür gesorgt, dass die Schiffe auch auf den Markt kommen konnten und im Prinzip gebaut werden und wurden bei den deutschen Banken. Jetzt hat man den den den Betreibern dieser Schiffe, weil die liegen ja jetzt alle in irgendwelchen Häfen.

00:29:03
Speaker 1: Die ersten zwei, glaub ich, sind jetzt mal wieder für drei Tagestouren auf der Nordsee unterwegs und dürfen dabei aber nicht anlegen.

00:29:12
Speaker 1: Und jetzt hat man diesen Investoren und Grohs Reiseveranstaltern dann im Prinzip gesagt Wir schicken euch in Zinskurve Urlaub. Wir kriegen jetzt alle zwei Jahre Zinsfuß Urlaub. Weil wenn die jetzt anfangen würden, nicht zu zahlen, dann müsste die KfW hundert Milliarden aus ihren Bilanzen streichen. Und das wäre natürlich keine schöne Geschichte.

00:29:46
Speaker 1: Das ist eine sehr, sehr gutes Beispiel, und das werden wir in kleineren Beträgen, aber in der Breite, wenn wir das auch noch erleben. Das ist wirklich volkswirtschaftliche Situation und gesellschaftliche Situation, die wir jetzt leiht, wenn ich da so jetzt in den Dauner bringe. Aber ich bin wirklich ein sehr positiv denkender Mensch. Aber momentan fehlt mir so ein bisschen die Fantasie, wie in der Breite die Wirtschaftsmacht nicht nur Deutschland ist. Es ist ein globales Problem wieder auf die Beine kommen, auf die Füße kommt, und wir werden in absehbarer Zeit auch keinen Impfstoff oder Medikament finden. Es wird komplett alles noch noch stärker auf den Kopf stellen. Habe vor vier, fünf Wochen angefangen, und wir haben das Thema jetzt schon vier Monate. Und ich glaube, dass jetzt, nach dem Sommer, der ja noch so schön und friedlich und sonnig ist.

00:30:43
Speaker 1: Werden wir dann wirklich im Herbst und im Winter noch eine ganz andere Situation erleben?

00:30:50
Speaker 1: Bin ich vollkommen bei dir? Gleichzeitig sage ich, wir sollten uns nicht wünschen, Roland, dass alles wieder so wird wie vorher.

00:31:00
Speaker 2: Ich habe ja immer gesagt, wir haben viele Krisen vor uns hergeschoben Klimawandel, Migration, Flüchtlinge, Mikroplastik in den Weltmeeren, Artensterben, wachsende Ungleichheit weltweit. Wir haben zugesehen, wie das zu Bürgerkriegen Denk an Somalia, was da passiert, wie instabil die Systeme geworden sind, oder schauen nur mal in die USA, was diese dieser Tage dieser Nächte auf den Straßen von Chicago, Portland und so weiter los ist.

00:31:33
Speaker 2: Und das ist ja alles nur das, das Ergebnis dieser sozialen Spannungen und der sozialen Instabilität in unserem System.

00:31:44
Speaker 1: Da haben wir bisher immer so ein Deckmäntelchen drüber gehalten, genau wie auch beim Fleisch.

00:31:51
Speaker 1: Das System Tönnies kommt irgendwie heute Abend eine Sendung auf TV oder TV.

00:31:58
Speaker 2: Zeigen die mal, wie dieses System funktioniert hat. Da sind wir nach Rumänien gefahren. Das ist ja nicht neu. Das System ist ja zehn, fünfzehn Jahre alt. Das Problem ist Corona hat jetzt den Finger in die Wunde gelegt und es aufgedeckt. Dadurch ist das hochgekommen, und wir werden bald merken, dass die anderen Krisen Klimawandel, Artensterben.

00:32:21
Speaker 1: Es gibt Leute, die sagen, die Krise des Artensterben ist viel existenziell bedrohlich wie der Klimawandel, weil, wenn die Arten uns wegsterben, die Bienen und so weiter. Da haben wir alle schon mal was drüber gehört. Dann wird das viel schneller zum Aussterben der Menschen führen. Wir werden die Menschen nicht mehr versorgen können mit Lebensmitteln. Wenn die blühenden Blüten nicht mehr kommen und bestäubt werden durch die Bienen, dann ist das wie eine Kettenreaktion. Das fängt bei den Kleinsten, bei den Insekten an und geht dann bis zum Eisbären oder dem Elefanten, der dann irgendwann so weit ist. Und deshalb glaube ich, wir sollten einfach neues Denken anstreben. Wir müssen neue Lösungen finden. Und die Digitalisierung?

00:33:08
Speaker 2: Der technologische Fortschritt können der wichtigste Hebel dafür sein, also Plattform, ökonomie, aber auch vor allen Dingen zirkulär ökonomie. Dass wir keine Verschwendung, kein kein Abfall mehr produzieren, sondern alles im Wertstoff Kreislauf halten. Das Auto der Zukunft wird ein geschärftes Auto. Das wird kein E-Mobil. Eine selbstfahrende, geteilte Fahrgastzelle und die künstliche Intelligenz wird dafür sorgen, dass 70, 80 90 Prozent Energie dafür brauchen, weil wir die Städte einfach besser planen, besser verwalten und nach diesem neuen Denken da suche ich immer. Leider findet man das in der Politik und auch zum Teil in der Wirtschaft heute noch nur bedingt.

00:33:57
Speaker 1: Dann wird es Zeit, da Perspektivwechsel anzustoßen. Was mich wirklich auch interessieren würde, wenn jetzt eine Unternehmerin oder Unternehmer hier auch zuhören, einfach mal über links oder über Facebook uns mal kontaktieren, vielleicht. Wir sind immer auf der Suche. Ich bin nur auf der Suche nach guten Beispielen, wie es Unternehmer schaffen, das Ding zu drehen für sich. Egal, was es ist, ob jetzt ein Eventagentur auf einmal anfängt, pflege Roboter zu verkaufen, egal wie, geht ihr damit um? Wie geht ihr mit diesem Wandel, mit dieser Unsicherheit? Ja, wirklich. Als Unternehmer bist du immer gefordert, sich anzupassen. Immer schnell sein, das ist ganz normal. Aber wenn man so da bin ich einfach gespannt auf Beispiele ist. Das ist jetzt ein Aufruf, hier gute Ideen zu teilen, die mit der eine oder die andere tatsächlich mal Zeit, Mensch, ja, das war vorher, das ist alles. Das alte Normal, das ist nicht mehr das das Alte. Normal wird auch nie wieder kommen. Wir haben das jetzt schon so gut, dass wir uns umgestellt und machen jetzt das und das und das. Ich glaube, das wird vielen Mut geben und viele Beispiele geben, um Mut zu machen, um sich diesen veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und einfach zu sehen. Das geht weiter. Wir wissen zwar vielleicht noch nicht, wie, aber die Idee wird uns finden, und dann werden wir mit Fleiß und Hirn sowie immer auch gut weiterkommen.

00:35:39
Speaker 2: Absolut. Und ich bleibe auch bei dir.

00:35:43
Speaker 2: Wir sollten Optimisten bleiben, weil erstens Veränderung hat es immer schon gegeben, und ich zitiere ja das so gerne, den Joseph Schumpeter lesen wird Makroökonomen, der ja immer gesagt hat, dass letztendlich diese Krisen die schöpferische Zerstörung, wie er sie nannte, dazu da sind, die Systemfehler aufzudecken oder zu vermeiden, vielleicht sogar zu beheben und dann im Prinzip eine Neuorientierung und Neugestaltung der Wirtschaft herbeizuführen. Und ich glaube deshalb, wir sollten dieser Krise dankbar sein. Krise heißt ja nichts anderes wie bewerten, beurteilen im eigentlichen Sinne und dann Entscheidungen treffen und Katastrophe. Katastrophe war ja der Wendepunkt. Für uns klingt Katastrophe immer nach Endpunkt. Aber Carta war umkehren, wenden uns Trey Fein war der Begriff, sagte Und jetzt drehen wir das ganze Spiel. Und ich glaube, wir sind jetzt in dieser Krise, in dieser vermeintlichen Katastrophe, auch da, damit wir unsere Dinge komplett neu denken, überdenken und neu ausrichten können. Ich erlebe unglaublich viel Kreativität. Ich bin am Montag bei einer Event-Agentur, die genau sagt Wir machen jetzt quasi TV online. Wenn es nicht mehr machbar sind, dann erfinden die Events eben neu. Auch eine Art und Weise, wie sie auch wirklich dann wieder emotional werden. Oder ich halte ein Vortrag in der Bank in Köln. Das ist so ein Ort, wo sich ein Kenner treffen und miteinander austauschen. Viele Unternehmer. Gespräche habe ich doch schon geführt und die sich auch komplett neu erfinden. Und das finde ich fantastisch. Wir haben 70000 Mittelständler in Deutschland, die unser Rückgrat sind, im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaften. Denk an Frankreich, Italien, Griechenland oder auch in Amerika, wo weder die Mittelständler so stark sind. Wir haben die meisten Hidden Champions von allen weltweit. Und deshalb vertraue ich auch darauf, dass diese Energie, diese positive, kreativ positive Kreativität wieder dazu führen wird, dass viele dieser Unternehmen sich neu erfinden.

00:38:11
Speaker 2: Ja, es werden noch einige auf der Strecke bleiben. Aber wir müssen den Mut haben, jetzt die Veränderung zu gestalten.

00:38:20
Speaker 1: Der Untertitel meines Buches Erda 5.0 hieß ja immer die Zukunft provozieren. Und was ich damit sagen wollte. Wir müssen sagen, was wir wollen und auch was wir. Das passieren soll.

00:38:33
Speaker 2: Das war mir wichtig.

00:38:36
Speaker 1: Das ist doch ein wunderschönes Schlusswort für unsere heutige Episode, finde ich. Wir sind heute ein bisschen ein bisschen kürzer als sonst. Tops und Flops.

00:38:48
Speaker 1: Ich muss doch überlegen, ob also der Top 80. Geburtstag meiner Mutter, den wir mit der ganzen Familie verbracht haben, in einem sehr schönen Hotel in der Nähe von Aachen ganz nett für zwei Tage kaserniert, quasi in selbst gewählter Quarantäne. Mit der Familie hat wunderbar geklappt, ohne Streit. Es war ein herrliches Event, und ich habe meiner Mutter die letzten 58 Jahre, die ich mit ihr erleben durfte, gedankt. Bemerkenswert Frau war, und ich bin sehr dankbar dafür, wie dieser Familienclan die krasse Herde Land nenne ich, die denn immer mit ihr auch heute noch zusammenhalten kann.

00:39:34
Speaker 1: Das war für mich der totale Laptop, und der war für mich das anzusehen, wie wir offenen Auges in die nächsten Dinge schlittern.

00:39:47
Speaker 1: Wir wussten alle, dass es zur Urlaubszeit kommt und dass jetzt auf einmal man sich Gedanken macht über Coruna und so weiter. Da sage ich einfach Warum treten wir immer nur die Feuer aus? Wenn es schon brennt, können wir das nicht mehr tun. Das hat mich so ein bisschen wieder zurückgeholt in die Realität.

00:40:06
Speaker 1: Na, dann als Top der Woche für mich. Wir fahren diese Woche mit zwei anderen Familien alle Kola getestet und alles in einem Hoy Hotel im Odenwald. Das war eine ganz andere Erfahrung. Die Kinder habe ich geliebt, die Erwachsenen konnten richtig entspannen. Und dann sind wir irgendwie doch riesen Ausflüge zu machen und in den Tierpark oder einfach in den Bach gestiegen, der durch dieses Tal sich schlängelt. Mit sechs kleinen Kindern zwischen drei und sieben Jahren haben Flusskrebse gefangen und wie Fluss Reuber. Da werden die Kinder jahrelang davon profitieren, und dazu mussten wir nicht mal in ein Flugzeug steigen, sondern das war ein riesen Abenteuer und ein Riesenspaß für alle. Es war ein tolles Wochenende, auch bei uns. Ein Flop der Woche ist einfach nur langsam meine Geduld wirklich zu Ende geht.

00:40:59
Speaker 1: Viele interessante Gespräche, auch Bewerbungsgespräche, interessante Firmen, aber das einfach ist momentan die Sache noch nicht wirklich vorangeht. Kann verstehen, weil alle noch nicht so die Planungsgrundlage haben, bei vielen Kunden auch von großen Dienstleistern, großen Unternehmensberater. Da werden ja auch jetzt abschließend noch einmal Mercedes Benz ja auch ordentlich aufgeräumt und umgekrempelt. Das kann man vielleicht nächste Woche besprechen. Die großen heiligen Schafe der deutschen Wirtschaft so langsam umgekrempelt werden und geschoren.

00:41:35
Speaker 1: Gutes Thema hört sich der gute Rest Woche. Ich freue mich auf viele Reaktionen.

00:41:43
Speaker 1: Liebe Zuhörer melden sich.

00:41:45
Speaker 1: Jeder, der will, so wie Roland gesagt hat, ein kurzes Anschreiben, den Karl-Heinz Land oder Roland Fiege. Sie wissen, wie Sie uns finden und über Ihre Kommentare bis nächste Woche.

00:41:56
Speaker 1: Danke, danke.