Erde 5.0 – Perspektivwechsel Podcast – neue Geschäftsmodelle braucht das Land

Corona bedeutet für viele Unternehmen “survival of the fittest” im Schnelldurchgang. Bildung und Anpassungsfähigkeit sind Überlebensnotwendig. Ist unser Bildungssystem darauf vorbereitet? Wie gehen wir mit der sich abzeichnenden Insolvenzwelle um? Viele Fragen und auch ein paar Antworten 🙂


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00:00:13
Roland Fiege: Im neuen Erde fünf null Perspektivwechsel Podcast treffen sich Karl-Heinz Land und Roland Fiege regelmäßig mit spannenden Menschen, sprechen über die Herausforderungen der Zukunft. Fluch und Segen der Digitalisierung. Wir sprechen über die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz und der Datenökonomie. Ist die Digitalisierung letztendlich der Hebel zu mehr Nachhaltigkeit und der Weg zu einer ökologisch sozialen Marktwirtschaft?

00:00:39
Roland Fiege: Eine kritische Betrachtung der Gegenwart mit einem optimistischen Blick in die Zukunft.

00:00:46
Roland Fiege: Willkommen zurück zum 5.0 Podcast Perspektivwechsel mit mir am Mikrofon wie immer Karl-Heinz Land im schönen Hennef bei Köln.

00:00:57
Speaker 1: Schönen guten Morgen, Karl-Heinz und mit mir ist Roland Fiege Marketing Technology Experte vor dem Herren.

00:01:12
Speaker 1: Karl-Heinz Wir lassen aber weiterlaufen. Karl-Heinz Land als Buchautor unter anderem von Erde 5.0 als Sprecher, Redner, eine Darwish auf den Bühnen und ein absoluter Visionär in puncto Digitalisierung und Zukunft. Heute aber wieder eine knappe Woche Rum, Corona wütet immer noch. Karl-Heinz, was ist für dich die Schlagzeile des Tages.

00:01:38
Speaker 1: Also zum einen natürlich das Aufkommen von verschiedenen Corona. Wir haben das gelesen in einer Kirche beziehungsweise in einer Synagoge. Bei einer Trauerfeier über 150 Infizierte gegeben. Die Dunkelziffer kennt man noch nicht. Weder in der Landwirtschaft, diesmal bei Erntehelfern. Und ja, und jetzt gibt’s die ganzen Diskussionen um was ist mit den Restriktionen, wenn Menschen aus diesen Risikogebieten zurückkommen? Aus dem Urlaub? Man hat die jetzt alle brav in Urlaub fliegen lassen. Und jetzt wird angekündigt, ein Risiko, das Risiko zurückkommen, Zurückkehrende einen Test machen müssen. Und da gibt es natürlich heftige Kritik und heftige Diskussionen.

00:02:32
Speaker 1: Da wird sich auch jeder Arbeitgeber freuen, wenn die Mitarbeiter aus dem Urlaub zurückkommen, einerseits erholt sind, sie jetzt schon drei Monate zu Hause waren oder gearbeitet haben oder auch nicht gearbeitet haben und dann noch in Quarantäne zumTeil müssen. Interessant ist aber auch die Tatsache, dass in Frankfurt am Flughafen wird ja sehr viel getestet. Und da hat man herausgefunden Die meisten Infektion kommen gar nicht aus Risikogebieten, sondern aus dem europäischen Umland oder Ausland. Ich glaube, dass der Begriff Dunkelziffer definitiv anwendbar. Werden wir diesen Herbst noch ein paar überraschungen erleben? Was natürlich dazu führt, dass die Planbarkeit jetzt egal von welchem Geschäftsmodell oder Schule, einfach nicht gegeben ist. Ich bin ja immer ein großer Freund der Anpassung, gerade wenn es um wirtschaftliche Sachen geht.

00:03:25
Speaker 1: Wie weit glaubst du denn, ist dies die Nation im Sinne von auf den Schulanfang, den Studien Anfang vorbereitet? Die hatten doch jetzt eigentlich vier Monate Zeit, dieses Geld mal abzurufen. Da gab es ja Halbtagsschule. Wie siehst du die Situation? Sind die Schulen und Hochschulen gut gerüstet?

00:03:49
Speaker 1: Aktuell ist da gar nix gut gerüstet. Man muss sich eins klarmachen Ich glaube, die Wirtschaft hat sehr schnell reagiert, denke an Hom, Videokonferenzen, Kunden, Meetings, Konferenzen, die rein digital stattfinden, auch mit Kunden und Beteiligten in der Schule.

00:04:12
Speaker 2: Ich weiß nicht, was da los ist.

00:04:15
Speaker 1: Wir bräuchten eine komplett neue Bildung. Fakt ist dieser digitale Pakt nach fünf Milliarden vom Bund bereitgestellt worden.

00:04:24
Speaker 2: Davon sind jetzt angeblich 30 oder 40 Millionen abgerufen. So siehts zumindest aus. Die Schulen gar nicht wissen wie das Geld ab. B. Was mache ich damit?

00:04:38
Speaker 1: Das heißt, man hat so gedacht, wir stellen hier mal eben fünf Milliarden bereit, und dann werden dafür Tablets und so weiter.

00:04:44
Speaker 1: Aber ich habe mit Schulleiterin gesprochen. Ich bin relativ viel in Schulen unterwegs, auch zum Thema eher Vorträge halten. Und da sagen die Schulleiter Wir haben ja gar kein WLAN. Wir haben ja gar keinen Internet-Anschluss, wir haben ja gar kein Systemadministrator. Wer soll denn die Tablets, wenn sie denn mal da wären, alle administrieren und auf Sicherheit und Freiheit und so weiter. Wer soll das denn machen? Müssen wir dazu jetzt noch mal jemanden einstellen? Diese Dinge sind komplett ungeklärt.

00:05:17
Speaker 2: Ein Riesenproblem.

00:05:19
Speaker 1: Das heißt, da ist nicht wirklich viel passiert. Es soll ja auch der eine oder andere Lehrkraft gegeben haben, die zum Teil wochenlang untergetaucht war. So nach dem Motto Habe ich nicht gelernt, dafür werde ich nicht bezahlt. Was soll dieser Quatsch übers Internet unterrichten? Da steht uns vielleicht auch unser föderales System so ein bisschen im Weg. Aber das kann ja nicht der Ernst sein. Ich glaube, ich habe. Zählt, dass es schon wieder zehn Jahre her, da war ich auf der Konferenz in Kuala Lumpur Wokalek aus ganz Europa, da waren vor allem aber auch aus Asien. Und da ist mir das wirklich wie es ist schon zehn Jahre her, da ist mir das so ins Gesicht geknallt. Einmal die Tatsache, dass Asien im Schnitt gefühlte 15 Jahre jünger ist als wir Europäer. Was sie tun? Aber das waren alles Menschen dabei, die waren viel Generalist. Ausgebildeter konnte jeder in diesen Teams, auch Juniors Nachwuchsleute. Jeder konnte Basis Analytics, Sachen mit Exel waren, jeder konnte Grafik, jeder konnte wie jeder konnte die Geschicke powerpoint-folien machen. Da war viel mehr Substanz im Umgang mit diesen Medien vorhanden. Und das ist schon zehn Jahre her. Ich träume. Ich wage gar nicht mehr vorzustellen, wo die jetzt schon sitzen. Und wir diskutieren immer noch über Internet-Zugang für Schulen.

00:06:40
Speaker 1: Zwei Dinge muss man ja ganz sachlich und ruhig betrachten. Erstens Unser Bildungssystem ist durch den Föderalismus massiv behindert. Was soll das in 16 Ländern? Eigene Bildungsminister, Bildungsministerium und jeder macht sein eigenes Ding.

00:06:57
Speaker 1: Und wenn der Abiturient wechseln will, während des Abiturs während des Abiturs das Gymnasium von Nordrhein-Westfalen nach Bayern keine Zulassung oder später Probleme beim Studium? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Sowas geht gar nicht. Es gibt das föderale, föderale System hat Vorteile. Das sehen wir auch in Bezug auf die Wirtschaft, denkt ans Schwabenland und viele andere Bereiche, wo das föderale Starkmacht aber in der Bildung und in der Kultur behindert ist.

00:07:32
Speaker 1: Massivst. Massivst. Ja, die einfachen Strukturen tuns da nicht, und man muss er einsehen. Ich weiß nicht, ob das jedem so bewusst ist. Das föderale System ist uns damals auferlegt worden von den Amerikanern nach dem Krieg. Wir wollen nicht mehr so etwas wie Adolf Hitler, der ganz schnell das Land umdreht. Also machen wir das föderal. Das hat uns entschleunigt, und genau diese Entschleunigung behindert uns, weil wir sind so lahm geworden, dass wir einfach mit den Dingen nicht mehr klarkommen. Und in einer hoch digitalisierten und vernetzten Welt, wo Kompetenz Wissen schlägt, also wo es einfach darum geht, so wie du sagst. Ich muss die Dinge auch einfach tun können, nicht nur theoretisch beschreiben. Ich muss wissen, wie man mit Excel und Powerpoint. Wir erleben Studenten, die bei uns Praktika machen oder bei uns im Unternehmen mit der Beratung beginnen, dass sie nicht mal wissen, wie ein Betriebssystem funktioniert. Das nenne ich mal wissen, wie Powerpoint eine neue Version auf dem Computer installieren kann.

00:08:41
Speaker 2: Und das funktioniert halt nicht mehr. Denn.

00:08:45
Speaker 1: Mit der zunehmenden Digitalisierung und der Vernetzung verändern sich hier auch die Anforderungen aus dem Berufsleben. Wie sah denn früher eine Fabrik aus? Da hast du die Arbeit zu bekommen. Das Lesen und Schreiben konnten die Maschinen besser bedienen und dann im Akkord an der Maschine gearbeitet haben. Heute haben wir aber Arbeitsplätze, die sehen ganz anders aus. Und die Ausbildung? Die Schule hat sich in den letzten hundert Jahren nicht gewandelt. Das heißt, wir lehren noch immer das, was wir vor hundert Jahren gelehrt haben. Unsere Schule kommt er aus dem Preußentum, fester Stundenplan, alles nach Anweisung. Jetzt setzen wir schlagen Buch Seite 53 und vortragen.

00:09:40
Speaker 2: Damit komme ich weiter. Das ist wie hier lehren die falschen Inhalte.

00:09:46
Speaker 1: Es ist viel schlimmer als das, was wir bringen die Methoden nicht rüber, die wir brauchen. Wir brauchen Sozialkompetenzen, wir brauchen Sachkompetenz. Wir brauchen methodenkompetenz. Wir brauchen Medien, Kompetenzen und nichts von dem, was wir bräuchten. Gelehrt. Stattdessen bilden wir Einzelkämpfer aus, die in Teams nicht vernünftig kollaborieren und zusammenarbeiten können. Und viele der Herausforderungen, die auf uns warten in unserer Hochkomplexen, die der Einzelne nicht lösen, die werden mit neuen Teams.

00:10:23
Speaker 1: Aber wenn wir das vergleichen. Ich gehe jetzt mal lieber, überlege zum Beispiel Mein Vater ist Jahrgang 41, der hat irgendwann mal was gelernt. Dann hat er irgendwann mal bei Siemens angefangen. Hat er 38 Jahre lang gearbeitet, und dann ist er in den Ruhestand gegangen? Wohlverdienten bei mir. Ich gehe mal 30 Jahre zurück. Da hat man noch Schreibmaschinen schreiben gelernt, Stenografie, Kram. Das hat uns damals schon amüsiert. Damals gab es aber immer noch Gehst du zur Dresdner Bank, zur Commerzbank oder zu Siemens oder zu BBC? Ja, genau, da bist du sicher. Nichts hat Bestand in den letzten 30 Jahren. Die Banken gibts zum Teil gar nicht mehr oder wurden irgendwie fusioniert. Die großen Konzerne, die irgendwann mal Gasturbinen und Atomkraftwerke gebaut haben. Und solche Dinge sind auch ganz anders aufgestellt. Man musste sich ja immer anpassen an die Gegebenheit und selbst in der IT-Branche. Ich erinnere mich daran noch vor zehn, 15 Jahren. Da gab es Menschen, die mainframe hatten, also für die jüngeren Hörer. Das war früher mal Kritik. Die großen Computer, die großen Schränke, wo alles drin lief, und dann, mit dicken Kabeln, wurden dann die Terminals Monitore angeschlossen und quer durch die Büros gelegt. Dann gabs diese Umstellung zur sogenannten Klein Service Architecture. Da gab’s Long Story Short. Das hat jeweils sehr, sehr unterschiedliche fachliche Kompetenzen benötigt. Also ob man da eine andere Stadt cobol musste oder eine andere Programmiersprache lernen. Dann kam Windows, Server, Architektur, dann kam das Internet. Also selbst dort ist ja eine Beschleunigung der Veränderungen. Der Mensch muss sich ja immer schneller anpassen an die gesellschaftlichen Veränderungen, technologischen Veränderungen. Und jetzt haben wir ja eine Situation. Und da, ganz ehrlich Ich habe in meinem Leben noch nie Schwierigkeiten gehabt, mich an geänderte Umstände anzupassen. Meistens habe ich sie selbst herbeigeführt. Jetzt haben wir eine Situation, wo ich mir wirklich schwer tue, ein Geschäftsmodell, was zehn Jahre hervorragend funktioniert hat. Im Bereich Immobilienwirtschaft und kurzfristige Vermietungen Airbnb, was von einem Tag auf den anderen implodiert und auf kleinster Flamme zwar weiter kocht, und das ist auch okay so. Aber wirklich Neues sich auszudenken, wie man bei den Startups immer so schön sagt, ja, wirklich, das Geschäftsmodell nochmal komplett umzudrehen, um sich selbst neu zu erfinden. Wie siehst du denn das, wenn du heute Kindern, Jugendlichen oder deinem Zwanzigjährigen selbst raten müsstest heute, was studiere ich denn? Was lerne ich denn? Wo soll ich mich denn hin orientieren?

00:13:18
Speaker 2: Die erste Frage Lass mich beantworten. Das Thema der Exponent der Veränderung wird oft nicht verstanden, weil wir den Kontext nicht verstehen. Das Thema ist in den letzten.

00:13:33
Speaker 1: Fünfhundert Jahren hat sich die Welt dramatisch verändert von der Industriegesellschaft, die über Industrie und Industrialisierung, von vielen Prozessen auch in der Landwirtschaft und so weiter gelebt hat. Wir gehen jetzt über in die Wissensgesellschaft, in der Wissen Wertschöpfung, der sogenannte Notlager, der Wissensarbeiter, der, ohne dass etwas wirklich produziert, nur weil er, was weiß, eine Wertschöpfung teil an der Wertschöpfung teilnimmt. Das Problem dabei ist, dass mit der steigenden Rechnerleistung, mit der zunehmenden Vernetzung sich die Dinge verändern. Wenn du mal genau zurück überlegst, vor 20, 25, 30 Jahren, als das Internet entstand, da gab es Firmen wie Yahoo oder Netscape.

00:14:25
Speaker 2: Das war gigantisch. Das waren ja die sind heute. Oder Yahoo! Die sind heute Staub im Universum. Man hätte gesagt, die haben das Internet mal mit erfunden, aber sie sind weg. Warum? Weil die Geschäftsmodelle sich so schnell verändert haben.

00:14:42
Speaker 1: Und wenn man es mal genau betrachtet? Wenn du heute guckst. Facebook ist eigentlich schon wieder auf dem absteigenden Ast. Die Nutzerzahlen aber, da sind auf einmal Firmen wie Thinktank, die aus dem Nichts kamen und innerhalb von kürzester Zeit die Einführung des Fernsehens bis zum 50 Millionen Nutzer hat mal über 30 Jahre gedauert. Beim Telefon dauert es dann nur noch irgendwie 20 Jahre und so weiter. Internet hatten wir nach knapp fünf Jahren die 15 Millionen Benutzer so. Und die Zyklen nehmen ab. Jede Erfindung beschleunigt die Erfindung der nächsten und die wiederum zusammen dann die Erfindung der Nächsten und der nächsten. Deshalb Die Zyklen werden kürzer. Ich sage immer Wenn es den Menschen heute zu schnell geht, sollten sie daran denken. So langsam, wie es jetzt ist, wird es nie mehr werden. Das müssen wir uns klarmachen. Die Geschwindigkeit wird zunehmen, das ist das erste, das zweite. Wenn du dann sagt, was machen wir denn dann mit unseren Kindern? Jetzt sind wir wieder bei der Bildung. Bei welche Berufe sollen die denn lernen, wenn sich doch alles ändert? Also, ich sage mal Der letzte Fahrlehrer, der ist wahrscheinlich schon längst ausgebildet. Ich hoffe das zumindest. Denn wenn übermorgen das autonome Fahrzeug vor der Türe steht, wer braucht dann noch den Führerschein? Dasselbe gilt natürlich für einen Lkw-Fahrer und ähnliche Berufe, wo wir einfach sagen Das autonome Fahrzeug wird diese Berufe obsolet machen. Gleichzeitig erkennen wir aber Das war ganz andere Berufsbilder brauchen also. Wir brauchen Menschen, die kritisch hinterfragen, Fähigkeiten, Fertigkeiten beherrschen, die Komplexität managen können, unsere Welt durch die Digitalisierung und durch diese zunehmende Geschwindigkeit der Entwicklung. Die wird ja nicht weniger komplex. Wir werden in den nächsten Episoden über Machine Learning, über künstliche Intelligenz sprechen. Also wenn das CPE System, also die Buchhaltung, Software vor und wie sie alle heißen, mit künstlicher Intelligenz, also mit lernenden Algorithmen angereichert werden. Glaubst du, wir brauchen dann noch Buchhalter?

00:17:14
Speaker 2: Die nächste Stufe der Entwicklung?

00:17:16
Speaker 2: Ich sage immer Die nächste Stufe der Revolution wird diesmal nicht in den Fabriken stattfinden, wird diesmal in unseren Büros stattfinden. Also wir werden eine Automatisierung erleben.

00:17:30
Speaker 1: Und übrigens Wir findet gerade statt mit Homeoffice Client Server Architekturen, Cloud. Warum wohl? Wo Menschen arbeiten, wann und wo sie wollen. Inzwischen brechen wir ja nicht mehr vom Homeoffice oder von der Heimarbeit, sondern wir sprechen vom Mobile Working Network.

00:17:50
Speaker 2: Das ist das, was passieren wird.

00:17:52
Speaker 1: Und für diese Berufe, die wir dann auch komplett neu denken müssen, wo Mitarbeiter, wann immer und wo sie wollen, arbeiten. Da müssen wir im Prinzip jetzt die Basis schaffen, die Infrastrukturen, aber vor allen Dingen auch die Bildung, die dem Kind erlauben, sowie die Maria Montessori mal gesagt hat das Kind als Baumeister seiner selbst. Wo auch vielmehr die Neigungen wieder den Neigungen und Fertigkeiten, den Talenten entsprochen wird, wie das heute der Fall ist in der Bildung, wo wir im Prinzip alle in derselben Zeit durch dasselbe Programm durchziehen.

00:18:32
Speaker 1: Ich denke schon, dass wir da gebe ich dir recht, dass viele Bürojobs, viele repetitive Arbeiten, Verwaltung bis hin zu Juristerei zumindest mal was Vertrags für Gestaltung und Verträge, Lesen und Interpretieren angeht, wird sehr stark automatisiert werden. Und wir werden das erleben, so wie wir, als die Montanindustrie quasi gegen Ende ging, wir von Gesellschaften hatten. Dafür werden wir auch auf Gesellschaften für heute 35, 40 jährige Menschen 50 jährige Menschen sehen, die dann halt irgendwie künstlich weiter beschäftigt werden oder eben Teil der subventionierten Wirtschaft werden. Aber dann tatsächlich die Frage ist dann vielleicht das Ganze? Musste ich schmunzeln, als der Montessori gesagt hast genau dort unsere Erstgeborenen hinschicken. Ab nächster Woche aber letztlich in Kombination mit Technologie, also einerseits quasi der derjenige, der schreinern kann, der aber auch ein bisschen programmieren kann und komplexes zusammenhalten oder Zusammenhänge auch verstehen kann. Ich denke, das ist das, was mich wirklich momentan umtreibt. Ist dieses Thema Anpassungsfähigkeit? Survival of the fittest. Nur wenn du nicht weißt, woran du dich anpassen sollst, weil du nicht weißt, ob die übernächste Woche wieder alles zugemacht wird. Was ist denn quasi noch gewiss, außer dass sich alles immer schneller ändert? Und das ist ein Riesenthema für viele, viele Unternehmen. Der Mittelstand kommt meines Erachtens in große Probleme, also kleine und mittelständische Unternehmen. Ich spreche jetzt nicht nur von Modelagenturen, Fotografen, DJs, Cafés. Das wird ja auch noch irgendwie eine Nummer größer gehen, wo es Probleme geben wird. Und wir werden. In den nächsten Jahren hatte ich in der letzten Episode schon gesagt Weitestgehenden ist subventionierte Wirtschaft erleben, was ja dann wiederum auch das gesamte Finanzsystem in Situationen bringen wird, die wir uns jetzt auch noch nicht vorstellen. Das ist für den Mittelstand, der diese Anpassungsfähigkeit des Mittelstandes, der ja eigentlich auch ganz gut drin war. Was würdest du denn jemandem raten, in welche Richtung Produkte zu entwickeln oder sich zu verändern?

00:20:59
Speaker 1: Drei Dinge lassen mich erst noch eine Sache zur Bildung sagen. Bildung ist die Voraussetzung für alles. Wir müssen darauf achten, dass Menschen mit dieser Komplexität umgehen können. Das kannst du nur, indem du Menschen zur Eigenverantwortlichkeit erzieht. Selbstreflektion, Selbstständigkeit, Eigenständigkeit weg von Hierarchie, hin zu eigenverantwortliches Handeln und weg von Command und Control, also Anweisungen. Die Regel ist In der Wirtschaft brauchen wir Menschen, die Team und Kooperationsfähigkeit sind, die Konfliktfähigkeit sind und die diesen Umgang mit der Vielfalt nicht. Entweder oder. Wir werden oft diese Pauer verstehen müssen. Und es wird nämlich beides geben. So wie wir nicht rein digital sind, so werden wir auch analog sind. Die Verbindung liegt in diesen hybriden Modellen. Das ist so klar wie das Amen in der Kirche. Zweitens Was muss die Wirtschaft tun? Wir müssen darauf schauen, was uns fordert. Lebt, wird also Thema. Plattformen, Plattform, ökonomie ist zunehmend im Kommen.

00:22:15
Speaker 1: Das heißt, die großen Plattformen, die wir kennen Google, Amazon, Alibaba, Apple, Facebook, wie sie alle heißen, die haben uns ja vorgemacht, wie es geht.

00:22:28
Speaker 2: Jetzt kann man sich natürlich berechtigte fragen Was hat da der Mittelstand davon?

00:22:34
Speaker 1: Kann der selber diese Mechaniken nutzen und für sich anreichern? Und er gibt vielfältige Anreize. Wir machen jeden Monat Workshops mit unseren Kunden. Wie können wir selber von dieser Entwicklung auch partizipieren? Dafür muss sich das Digitale verstehen, die Mechanik, die Wirkungsweise der digitalen ökonomie und b überlegen Wie kann ich dann selber mein Unternehmen? Und da ist es egal, ob ich Schrauben Hersteller bin, Maschinenbauer, Anlagenbauer oder Automobilbau oder versicherungskonzernen. Jedes Unternehmen hat die Chance, Plattform ökonomie für sich zu nutzen.

00:23:18
Speaker 1: Das ist so glasklar. Und wer etwas anderes behauptet, kann das gerne mal mit mir diskutieren. Da wäre ich sehr überrascht, wenn mich jemand von etwas anderem überzeugen kann.

00:23:29
Speaker 2: Das dritte ist.

00:23:31
Speaker 1: Mal überlegen, was da passiert? Ich weiß nicht. Hast du die das Handelsblatt von gestern gesehen?

00:23:37
Speaker 2: Titelseite Insolvenz Vielen deutschen Unternehmen die Pleite.

00:23:44
Speaker 1: Bisher haben wir ja immer davon ausgegangen, dass die Lufthansa, die großen Banken und so weiter hingerissen, nicht nur deswegen auch wegen anderer Dinge auch betroffen macht.

00:24:04
Speaker 1: Ich meine zu 95 Prozent eines wissen jetzt, was gestern noch funktionierte, nicht mehr hast. Und das bricht von einem Tag auf den anderen Weg. Das hast du selber erlebt hier. Bei deinem Geschäftsmodell ist das halt existenzbedrohend, und deshalb muss man sich jetzt überlegen Viele dieser Ausschläge kann der einzelne Unternehmen nicht.

00:24:30
Speaker 1: Wie sollte es auch gehen? Es sei denn, du hast eine Eigenkapitalquote von hundert Prozent vorhergesagt.

00:24:37
Speaker 1: Das Problem ist ja Die Banken leihen nur Geld mit dem Regenschirm, den kriegst du bei Sonne. Aber wenn der Regen kommt, wollen die selbstverständlich.

00:24:51
Speaker 1: Da ist auch die BaFin seit Basel eins, zwei, drei Mal bei Basel 6 angekommen. Seitdem, was nach der Wirtschaftskrise der Bankenkrise 2008 passiert ist, hat man diese Institutionen mit unglaublicher Power ausgestattet. Alles musste reglementiert werden aus einem kleinen Kreditvertrag, der früher mal zwei DIN-A4-Seiten umfasste, hat heute 50 Seiten, und dann musste noch drei Bestätigungen der Nichtigkeit des Exemplars unterschreiben.

00:25:27
Speaker 2: Und dieser Bürokratieaufwand, der dort entstanden ist?

00:25:33
Speaker 1: Ja, dass die Banken, die eigentlich extrem viel Geld zur Verfügung haben, das Geld auch ausgeben können, weil die die Bedingungen nicht erfüllt sind.

00:25:44
Speaker 1: Das ist ein Riesenproblem, das sehe ich momentan so eine Diskrepanz. Was ich so erlebe, ist, dass einerseits ja überbrückungshilfe. Es gibt ja auch viel Kritik daran. Ausland zum Teil entsetzt zeit-artikel gerade wieder gelesen zu dem Thema, wo stark kritisiert wird, dass Deutschland so viel hilft und so tief in die Taschen greift. Aber in der Praxis sehe ich das ganz anders. In der Praxis ist es wirklich so ein KfW Kredit mit 2 prozent und zwei Jahre Aussetzung. Was ganz klare Programm ist doch ganz klar der Aussetzung erfüllt. Hast du weniger als 100 Mitarbeiter, weniger als 50 oder mehr als 1000? Das ist eigentlich glasklar. Und wenn du dann quasi durch die Schleuse die Hausbank gehst, dann sagen die Ja, das ist ja ganz interessant. Aber naja, hier und da und dort. Ich glaube nicht, dass das bei einem Geschäftsmodell etwas wirklich irgendwie 30, 25 Prozent Umsatzrendite in der Vergangenheit hatte. Da muss man sich überlegen Wie geht es weiter, wenn man sein Geschäftsmodell. Dafür braucht man ja auch ein paar Wochen Zeit und auch ein bisschen Kapital. Das ist ja auch nicht gerade von jetzt auf nachher machbar. Und da sehe ich auch so eine gewisse Diskrepanz zwischen einerseits den doch sehr begründbaren Fördermitteln und Förderprogrammen, die es da gibt in unterschiedlichster Ebene. Auf der anderen Seite werden dennoch etliche Kreismusikschule und Mittelständler in die Insolvenz gehen. Das werden wir doch sehen. Und die nächsten, die dann straucheln und sich auch nicht darüber freuen werden, wenn die Banken und Sparkassen seien. Da bin ich. Momentan glaube ich, dass wir noch nicht das Ende der Fahnenstange, was Fördermittel oder subventions Programme oder politischen Einfluss gesehen haben. Weil das wird ja eine Depression mit sich bringen. Was jetzt? Arbeitslosigkeit angeht, Perspektivlosigkeit. Da werden wir jetzt im September noch lange nicht rum sein. Und wenn dann jetzt zweite Welle oder dritte Welle kommt, dann wird es da noch ordentlich scheppern. Und dann hocken die Kinder auch wieder zu Hause.

00:28:07
Speaker 1: Die Banken schreiben Milliarden ab, weil sie glauben, dass die Darlehen, die sie dort vergeben haben, nicht mehr einbringen. Zumindest eine Zeit lang.

00:28:23
Speaker 2: Was gemein ist, dass man beispielsweise KfW, die scheinbar mit 1000 Milliarden.

00:28:32
Speaker 1: Und der Finanzierung von Kreuzfahrtschiffen geholfen? Warum? Weil diese Kreuzfahrtschiffe, die wurden ja gebaut, weil deutschen Werften.

00:28:41
Speaker 1: Und dann hat die KfW die dann sauber mitfinanziert und hat dann dafür gesorgt, dass die Schiffe auch auf den Markt kommen konnten und im Prinzip gebaut werden und wurden bei den deutschen Banken. Jetzt hat man den den den Betreibern dieser Schiffe, weil die liegen ja jetzt alle in irgendwelchen Häfen.

00:29:03
Speaker 1: Die ersten zwei, glaub ich, sind jetzt mal wieder für drei Tagestouren auf der Nordsee unterwegs und dürfen dabei aber nicht anlegen.

00:29:12
Speaker 1: Und jetzt hat man diesen Investoren und Grohs Reiseveranstaltern dann im Prinzip gesagt Wir schicken euch in Zinskurve Urlaub. Wir kriegen jetzt alle zwei Jahre Zinsfuß Urlaub. Weil wenn die jetzt anfangen würden, nicht zu zahlen, dann müsste die KfW hundert Milliarden aus ihren Bilanzen streichen. Und das wäre natürlich keine schöne Geschichte.

00:29:46
Speaker 1: Das ist eine sehr, sehr gutes Beispiel, und das werden wir in kleineren Beträgen, aber in der Breite, wenn wir das auch noch erleben. Das ist wirklich volkswirtschaftliche Situation und gesellschaftliche Situation, die wir jetzt leiht, wenn ich da so jetzt in den Dauner bringe. Aber ich bin wirklich ein sehr positiv denkender Mensch. Aber momentan fehlt mir so ein bisschen die Fantasie, wie in der Breite die Wirtschaftsmacht nicht nur Deutschland ist. Es ist ein globales Problem wieder auf die Beine kommen, auf die Füße kommt, und wir werden in absehbarer Zeit auch keinen Impfstoff oder Medikament finden. Es wird komplett alles noch noch stärker auf den Kopf stellen. Habe vor vier, fünf Wochen angefangen, und wir haben das Thema jetzt schon vier Monate. Und ich glaube, dass jetzt, nach dem Sommer, der ja noch so schön und friedlich und sonnig ist.

00:30:43
Speaker 1: Werden wir dann wirklich im Herbst und im Winter noch eine ganz andere Situation erleben?

00:30:50
Speaker 1: Bin ich vollkommen bei dir? Gleichzeitig sage ich, wir sollten uns nicht wünschen, Roland, dass alles wieder so wird wie vorher.

00:31:00
Speaker 2: Ich habe ja immer gesagt, wir haben viele Krisen vor uns hergeschoben Klimawandel, Migration, Flüchtlinge, Mikroplastik in den Weltmeeren, Artensterben, wachsende Ungleichheit weltweit. Wir haben zugesehen, wie das zu Bürgerkriegen Denk an Somalia, was da passiert, wie instabil die Systeme geworden sind, oder schauen nur mal in die USA, was diese dieser Tage dieser Nächte auf den Straßen von Chicago, Portland und so weiter los ist.

00:31:33
Speaker 2: Und das ist ja alles nur das, das Ergebnis dieser sozialen Spannungen und der sozialen Instabilität in unserem System.

00:31:44
Speaker 1: Da haben wir bisher immer so ein Deckmäntelchen drüber gehalten, genau wie auch beim Fleisch.

00:31:51
Speaker 1: Das System Tönnies kommt irgendwie heute Abend eine Sendung auf TV oder TV.

00:31:58
Speaker 2: Zeigen die mal, wie dieses System funktioniert hat. Da sind wir nach Rumänien gefahren. Das ist ja nicht neu. Das System ist ja zehn, fünfzehn Jahre alt. Das Problem ist Corona hat jetzt den Finger in die Wunde gelegt und es aufgedeckt. Dadurch ist das hochgekommen, und wir werden bald merken, dass die anderen Krisen Klimawandel, Artensterben.

00:32:21
Speaker 1: Es gibt Leute, die sagen, die Krise des Artensterben ist viel existenziell bedrohlich wie der Klimawandel, weil, wenn die Arten uns wegsterben, die Bienen und so weiter. Da haben wir alle schon mal was drüber gehört. Dann wird das viel schneller zum Aussterben der Menschen führen. Wir werden die Menschen nicht mehr versorgen können mit Lebensmitteln. Wenn die blühenden Blüten nicht mehr kommen und bestäubt werden durch die Bienen, dann ist das wie eine Kettenreaktion. Das fängt bei den Kleinsten, bei den Insekten an und geht dann bis zum Eisbären oder dem Elefanten, der dann irgendwann so weit ist. Und deshalb glaube ich, wir sollten einfach neues Denken anstreben. Wir müssen neue Lösungen finden. Und die Digitalisierung?

00:33:08
Speaker 2: Der technologische Fortschritt können der wichtigste Hebel dafür sein, also Plattform, ökonomie, aber auch vor allen Dingen zirkulär ökonomie. Dass wir keine Verschwendung, kein kein Abfall mehr produzieren, sondern alles im Wertstoff Kreislauf halten. Das Auto der Zukunft wird ein geschärftes Auto. Das wird kein E-Mobil. Eine selbstfahrende, geteilte Fahrgastzelle und die künstliche Intelligenz wird dafür sorgen, dass 70, 80 90 Prozent Energie dafür brauchen, weil wir die Städte einfach besser planen, besser verwalten und nach diesem neuen Denken da suche ich immer. Leider findet man das in der Politik und auch zum Teil in der Wirtschaft heute noch nur bedingt.

00:33:57
Speaker 1: Dann wird es Zeit, da Perspektivwechsel anzustoßen. Was mich wirklich auch interessieren würde, wenn jetzt eine Unternehmerin oder Unternehmer hier auch zuhören, einfach mal über links oder über Facebook uns mal kontaktieren, vielleicht. Wir sind immer auf der Suche. Ich bin nur auf der Suche nach guten Beispielen, wie es Unternehmer schaffen, das Ding zu drehen für sich. Egal, was es ist, ob jetzt ein Eventagentur auf einmal anfängt, pflege Roboter zu verkaufen, egal wie, geht ihr damit um? Wie geht ihr mit diesem Wandel, mit dieser Unsicherheit? Ja, wirklich. Als Unternehmer bist du immer gefordert, sich anzupassen. Immer schnell sein, das ist ganz normal. Aber wenn man so da bin ich einfach gespannt auf Beispiele ist. Das ist jetzt ein Aufruf, hier gute Ideen zu teilen, die mit der eine oder die andere tatsächlich mal Zeit, Mensch, ja, das war vorher, das ist alles. Das alte Normal, das ist nicht mehr das das Alte. Normal wird auch nie wieder kommen. Wir haben das jetzt schon so gut, dass wir uns umgestellt und machen jetzt das und das und das. Ich glaube, das wird vielen Mut geben und viele Beispiele geben, um Mut zu machen, um sich diesen veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und einfach zu sehen. Das geht weiter. Wir wissen zwar vielleicht noch nicht, wie, aber die Idee wird uns finden, und dann werden wir mit Fleiß und Hirn sowie immer auch gut weiterkommen.

00:35:39
Speaker 2: Absolut. Und ich bleibe auch bei dir.

00:35:43
Speaker 2: Wir sollten Optimisten bleiben, weil erstens Veränderung hat es immer schon gegeben, und ich zitiere ja das so gerne, den Joseph Schumpeter lesen wird Makroökonomen, der ja immer gesagt hat, dass letztendlich diese Krisen die schöpferische Zerstörung, wie er sie nannte, dazu da sind, die Systemfehler aufzudecken oder zu vermeiden, vielleicht sogar zu beheben und dann im Prinzip eine Neuorientierung und Neugestaltung der Wirtschaft herbeizuführen. Und ich glaube deshalb, wir sollten dieser Krise dankbar sein. Krise heißt ja nichts anderes wie bewerten, beurteilen im eigentlichen Sinne und dann Entscheidungen treffen und Katastrophe. Katastrophe war ja der Wendepunkt. Für uns klingt Katastrophe immer nach Endpunkt. Aber Carta war umkehren, wenden uns Trey Fein war der Begriff, sagte Und jetzt drehen wir das ganze Spiel. Und ich glaube, wir sind jetzt in dieser Krise, in dieser vermeintlichen Katastrophe, auch da, damit wir unsere Dinge komplett neu denken, überdenken und neu ausrichten können. Ich erlebe unglaublich viel Kreativität. Ich bin am Montag bei einer Event-Agentur, die genau sagt Wir machen jetzt quasi TV online. Wenn es nicht mehr machbar sind, dann erfinden die Events eben neu. Auch eine Art und Weise, wie sie auch wirklich dann wieder emotional werden. Oder ich halte ein Vortrag in der Bank in Köln. Das ist so ein Ort, wo sich ein Kenner treffen und miteinander austauschen. Viele Unternehmer. Gespräche habe ich doch schon geführt und die sich auch komplett neu erfinden. Und das finde ich fantastisch. Wir haben 70000 Mittelständler in Deutschland, die unser Rückgrat sind, im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaften. Denk an Frankreich, Italien, Griechenland oder auch in Amerika, wo weder die Mittelständler so stark sind. Wir haben die meisten Hidden Champions von allen weltweit. Und deshalb vertraue ich auch darauf, dass diese Energie, diese positive, kreativ positive Kreativität wieder dazu führen wird, dass viele dieser Unternehmen sich neu erfinden.

00:38:11
Speaker 2: Ja, es werden noch einige auf der Strecke bleiben. Aber wir müssen den Mut haben, jetzt die Veränderung zu gestalten.

00:38:20
Speaker 1: Der Untertitel meines Buches Erda 5.0 hieß ja immer die Zukunft provozieren. Und was ich damit sagen wollte. Wir müssen sagen, was wir wollen und auch was wir. Das passieren soll.

00:38:33
Speaker 2: Das war mir wichtig.

00:38:36
Speaker 1: Das ist doch ein wunderschönes Schlusswort für unsere heutige Episode, finde ich. Wir sind heute ein bisschen ein bisschen kürzer als sonst. Tops und Flops.

00:38:48
Speaker 1: Ich muss doch überlegen, ob also der Top 80. Geburtstag meiner Mutter, den wir mit der ganzen Familie verbracht haben, in einem sehr schönen Hotel in der Nähe von Aachen ganz nett für zwei Tage kaserniert, quasi in selbst gewählter Quarantäne. Mit der Familie hat wunderbar geklappt, ohne Streit. Es war ein herrliches Event, und ich habe meiner Mutter die letzten 58 Jahre, die ich mit ihr erleben durfte, gedankt. Bemerkenswert Frau war, und ich bin sehr dankbar dafür, wie dieser Familienclan die krasse Herde Land nenne ich, die denn immer mit ihr auch heute noch zusammenhalten kann.

00:39:34
Speaker 1: Das war für mich der totale Laptop, und der war für mich das anzusehen, wie wir offenen Auges in die nächsten Dinge schlittern.

00:39:47
Speaker 1: Wir wussten alle, dass es zur Urlaubszeit kommt und dass jetzt auf einmal man sich Gedanken macht über Coruna und so weiter. Da sage ich einfach Warum treten wir immer nur die Feuer aus? Wenn es schon brennt, können wir das nicht mehr tun. Das hat mich so ein bisschen wieder zurückgeholt in die Realität.

00:40:06
Speaker 1: Na, dann als Top der Woche für mich. Wir fahren diese Woche mit zwei anderen Familien alle Kola getestet und alles in einem Hoy Hotel im Odenwald. Das war eine ganz andere Erfahrung. Die Kinder habe ich geliebt, die Erwachsenen konnten richtig entspannen. Und dann sind wir irgendwie doch riesen Ausflüge zu machen und in den Tierpark oder einfach in den Bach gestiegen, der durch dieses Tal sich schlängelt. Mit sechs kleinen Kindern zwischen drei und sieben Jahren haben Flusskrebse gefangen und wie Fluss Reuber. Da werden die Kinder jahrelang davon profitieren, und dazu mussten wir nicht mal in ein Flugzeug steigen, sondern das war ein riesen Abenteuer und ein Riesenspaß für alle. Es war ein tolles Wochenende, auch bei uns. Ein Flop der Woche ist einfach nur langsam meine Geduld wirklich zu Ende geht.

00:40:59
Speaker 1: Viele interessante Gespräche, auch Bewerbungsgespräche, interessante Firmen, aber das einfach ist momentan die Sache noch nicht wirklich vorangeht. Kann verstehen, weil alle noch nicht so die Planungsgrundlage haben, bei vielen Kunden auch von großen Dienstleistern, großen Unternehmensberater. Da werden ja auch jetzt abschließend noch einmal Mercedes Benz ja auch ordentlich aufgeräumt und umgekrempelt. Das kann man vielleicht nächste Woche besprechen. Die großen heiligen Schafe der deutschen Wirtschaft so langsam umgekrempelt werden und geschoren.

00:41:35
Speaker 1: Gutes Thema hört sich der gute Rest Woche. Ich freue mich auf viele Reaktionen.

00:41:43
Speaker 1: Liebe Zuhörer melden sich.

00:41:45
Speaker 1: Jeder, der will, so wie Roland gesagt hat, ein kurzes Anschreiben, den Karl-Heinz Land oder Roland Fiege. Sie wissen, wie Sie uns finden und über Ihre Kommentare bis nächste Woche.

00:41:56
Speaker 1: Danke, danke.

Erde 5.0 – Perspektivwechsel Podcast Episode 005 – Mit TikTok im Massagestudio

Deutschland in der NY-Times, Gaia-X (die europäische Cloud) kommt, das EU Finanzpaket, Keynesianer im Aufwind und was TikTok mit Disney gemeinsam hat.
Und was hat es mit den ganzen Massagestudios in den Innenstädten auf sich? Hier erfahrt Ihr es 🙂

Shownotes:

“As the pandemic accelerates the pace of digitalization and de-globalization and drives up the world’s debts, Germany stands out for its relative lack of weakness to those challenges, and for a government prepared to handle them.” https://www.nytimes.com/2020/07/19/opinion/coronavirus-germany-economy.html

Gründung der Gaia-X Foundation (Europäische Cloud)
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Blog/2020-06-16-gruendung-der-gaia-x-foundation.html

Makroökonomie für Einsteiger: Das Keynes Kreuz
https://www.youtube.com/watch?v=_WzRQpUYij0

Roland Fiege und Karl-Heinz Land diskutieren die Fortschritte der Digitalisierung in Deutschland, ausgelöst durch Corona.
www.karlheinzland.com

www.rolandfiege.com
www.mannheim-bnb.de
#NowPlaying 

00:00:00
Speaker 1: Hallo, zusammen, gleich geht’s los mit der Episode fünf.

00:00:04
Speaker 1: Bitte wundert euch nicht. Nicht eure Kopfhörer sind kaputt oder Handy spinnt oder eure Podcast Player defekt. Leider hat sich ein kleiner technischer Fehler in den ersten Minuten eingeschlichen. Entschuldigt, bitte! Klingt ein bisschen störend. Also lasst euch nicht ablenken.

00:00:22
Speaker 1: Falls es nervt ein bisschen nach vorne, hinten gehts mit gewohnter Qualität weiter. Viel Spaß.

00:00:35
Speaker 1: Im neuen Erde fünf null Perspektivwechsel Podcast treffen sich Karl-Heinz Land und Roland Fiege regelmäßig mit spannenden Menschen, sprechen über die Herausforderungen der Zukunft. Fluch und Segen der Digitalisierung. Wir sprechen über die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz und der ökonomie. Ist die Digitalisierung letztendlich der Hebel zu mehr Nachhaltigkeit und der Weg zu einer ökologisch sozialen Marktwirtschaft?

00:01:01
Speaker 1: Eine kritische Betrachtung der Gegenwart mit einem optimistischen Blick in die Zukunft.

00:01:07
Speaker 1: Ja, willkommen zum Erde. 5. Perspektivwechsel Podcast, Episode 5. Wir sind heute zwei Tage verspätet mit mir am Mikrofon. Karl-Heinz Land, Urgestein im Bereich Digitalisierung. Sprecher, Autor, ein Derwisch auf vielen Bühnen, sowohl digital wie auch im echten Leben. Grüß dich, Karl-Heinz, schöne Grüße nach Köln oder nach Hennef.

00:01:33
Speaker 1: Und ja, mit mir ist Roland Feger Marketing und Technologie Experte heute im Perspektivwechsel.

00:01:44
Speaker 1: Was für eine wilde Woche, auch wenn wir jetzt erst am Freitag aufzeichnen. Wir hatten übrigens schon besorgte Nachrichten von unseren geliebten Hörerinnen und Hörern wurde der Neue der nächste? Die fünfte Episode bleibt, und wir mussten es leider ein bisschen verschieben. Entschuldigung dafür nach vielen. Vielen Dank für die zahlreichen Zuschriften, für die schönen Kommentare, auch auf den zum Teil. Das freut natürlich sehr. Bitte auch jederzeit auf Link, denn auf Facebook oder wo wir uns quasi seht auch gerne mal kommentieren und schreiben, was ihr denn für Themen haben wollen oder was sie für Themen haben wollen. Für mich eines der großen Themen und eins der überraschungen der Woche. Karl-Heinz Das würde ich kleiner als erstes Mal ansprechen. Es gab in der renommierten New York Times einen sehr wohlmeinenden Artikel. Es ging um die Frage Which country wahltriumph? In der Post der Macworld wurde verfasst von rasier Sharma. Das ist ein globaler Chef in West und, sagen wir mal richtigstellen. Und wenn ich das Quatsch erzählen. Bei Morgan Stanley also jemand, der sich auskennt mit Märkten und den Zuständen von verschiedenen Volkswirtschaften. Wie war denn der Grund, die Grundaussage von dem Artikel? Und wie würdest du die bewerten? Es war doch sehr, sehr wohlwollend gegenüber.

00:03:05
Speaker 1: Ich habe diesen Artikel gesehen, ein alter gemeinsame Bekannte. Gertler hatte uns auf diesen Artikel aufmerksam gemacht. Richtig. Und ich habe dem in vielen Punkten zugestimmt. Deutschland ist extrem stark. Wir haben eine extrem gute ökonomie, und wir sehen ja auch Wir sind relativ schnell durch dieses Tal der Tränen gekommen, viel schneller wie andere wirtschaftliche ökonomien übrigens ähnlich wie auch 2008. Das hat Deutschland auch sehr viel schneller weg getan, die Bankenkrise als andere Länder. Und das liegt vor allen Dingen an zwei Dingen.

00:03:43
Speaker 2: Erstens Deutschland hat eine extrem breit verteilte Wirtschaft.

00:03:50
Speaker 1: Wir haben über 70 000 Mittelständler von diesen Mittelständlern, die sehr stark inhabergeführte Unternehmen sind, also autonome Unternehmen, die nicht abhängig von Börsen und Wechselkursen sind, die Entscheidungen immer schon nachhaltiger treffen, weil dieser Mittelständler, der will seinen Kindern, seinen Enkeln auch noch eine Firma übergeben. Deshalb handeln die zum Teil intrinsisch nachhaltiger. Bei den Entscheidungen, und wir sind relativ gut aufgestellt, wenn es um diese inkrementelle Verbesserungen geht. Wir verbessern Dinge, wir sind das Land der Ingenieure. Ich meine, kein Wunder, dass die besten Autos, alle Premiummarken oder fast alle Premiummarken kommen aus Deutschland. Aber das habe ich auch dazu geführt, dass gleichzeitig eines der Risiken, das ich holz, ich wollte es gerade sagen.

00:04:49
Speaker 1: Man spricht ja immer hier Weltmarktführer ohne Ende. Hier im Süddeutschen und natürlich auch in Nordrhein-Westfalen Maschinenbau. Aber was? Was ist denn der größte Wirtschaftszweig, wo denn dieser Maschinenbau quasi hin arbeitet?

00:05:07
Speaker 1: Das ist ja irgendwie Automobilwirtschaft, das ist beachtlich. Aber die Chemie Wirtschaft?

00:05:12
Speaker 1: Wir haben tatsächlich ein Klumpenrisiko in der deutschen Wirtschaft. Der Maschinenbau, der Anlagenbau, die Chemie.

00:05:21
Speaker 1: Die sind deshalb so gut, weil Zulieferer für die Automobilindustrie und die Automobilindustrie selber beschäftigt.

00:05:28
Speaker 1: Man vermutet so etwa 900 000 Menschen in Deutschland. Aber da hängen dann das Vier bis Fünffache dran, indirekt also in anderen Industrien, die dann zu liefern.

00:05:42
Speaker 1: Und wenn die Automobilindustrie bei uns hustet, dann hat der Rest schon die Grippe. Sozusagen.

00:05:51
Speaker 1: Die Beispiele gibt es viele.

00:05:54
Speaker 1: Ich habe das jetzt auch in Gesprächen jetzt letzte Woche erlebt, hier im näheren Bekanntenkreis, wo es sehr hoch qualifizierte Leute, zum Teil in einem extrem großen Chemiekonzern arbeiten, die natürlich auch Außenbereiche haben, die Dämmstoffe, Zulieferer, Chemikalien für die Automobilindustrie. Da ist natürlich auch in den Bereichen Kurzarbeit dann auch ein Ingenieurbüro extrem hoch. Gerade gut ausgebildete Menschen arbeiten zwei Tage die Woche, maximal. Da bin ich schon. Ich bin ja ein sehr positiv denkender Mensch, aber das macht mir schon ein bisschen Angst, was da jetzt gerade kommt. Ich glaube nicht, dass das im September das Thema der europäischen Wirtschaft wird auch nicht besser werden.

00:06:40
Speaker 1: Wir machen uns sehr oft gar nicht klar, was die verkettungen ist. Also beispielsweise auf einem Airbus sind im Schnitt zwei bis drei Tonnen Farbe.

00:06:55
Speaker 1: Und da wird natürlich aus chemischen Stoffen hergestellt. Auf einem Auto kann man sich vorstellen Da stecken auch ein paar Kilo Farbe. Und wenn der Absatz der Automobilindustrie um 20, 30 Prozent zurückgeht? Es gibt sogar böse Menschen, die behaupten, es sei teilweise um 50 Prozent zurück gegangen.

00:07:15
Speaker 2: Dann kann man sich grob vorstellen, was das zum Beispiel für Farben und Lacke bedeutet, natürlich auch für die Maschinenbauer.

00:07:24
Speaker 1: Hier in Hennef haben wir einen kleinen Zentrifugen. Hersteller der Macht Kurzarbeit. Erst vier Tage, jetzt drei Tage und demnächst nur noch zwei Stellen Zentrifugen her, um öL abscheiden öle abzuschneiden von Metallen, die gespannt wurden. In der Metall verarbeitenden Industrie. Und das sind wiederum die Zulieferer für die Automobilindustrie.

00:07:48
Speaker 1: Das heißt, das schlägt sich von ganz oben nach ganz unten durch, ohne dass wir das so richtig merken.

00:07:55
Speaker 1: Das heißt ja aber, dass natürlich auch eine der großen Schlagzeilen dieser Woche, das Rettungsprogramm der EU, mit.

00:08:06
Speaker 1: Ich kann mir die Zahlen so gar nicht mehr mit 750 Milliarden, also in Summe 1,9 Billionen über die nächsten Jahre, dieses Jahr konkret 750 Milliarden.

00:08:19
Speaker 1: Aber das bedeutet ja meine Einschätzung ist die, dass wir jetzt die nächsten Jahre. Und ich rede jetzt. Ich würde mal sagen Von mindestens zwei, drei, vier Jahren ist meine Einschätzung, dass wir als Volkswirtschaft in allererster Linie quasi von der Makroökonomie das Defizit spending leben werden. Das heißt, das Geld, was von der EU und vom Bund dann ja zu verteilen gilt, sei es als Kurzarbeitergeld, sei es als zinsgünstige Kredite über die KfW oder die Landesbanken, sei es über Förderprogramme für Digitalisierung. Ich bin absolut überzeugt davon, dass das eine Epoche jetzt kommt, wo die ganze Volkswirtschaft in höchsten Grade statt von der Automobilwirtschaft abhängig zu sein, weil der wird es nicht besser geht, die nächsten Jahre letztlich von Fördermitteln, in welcher Form auch abhängig werden. Das ist natürlich auch eine andere Situation, als wir es der letzten Nachkriegszeit so fanden.

00:09:26
Speaker 1: Ich bin vollkommen bei der Rohland. Wir sind massiv von den Fördergeldern abhängig. Das ist eine quasi künstliche Subventionierung der Gesamtwirtschaft.

00:09:38
Speaker 1: Wir haben es halt versäumt, in den letzten 20 Jahren, zehn, zwanzig Jahren die Digitalisierung und die Netze, den Netzausbau, Plattform, ökonomie, Sharing, ökonomie, die Idee mit dem Materialisierung wirklich ernst zu nehmen.

00:09:57
Speaker 1: Und wenn du heute die anguckt, wo sind die wirklich wertvollen Unternehmen? Früher haben wir ja weltweit in der obersten Liga mitgespielt.

00:10:06
Speaker 1: Wenn du dich heute anguckt von den zehn wertvollsten Unternehmen sind sechs eine Softwareanbieter Google, Apple, Facebook und so weiter, die im digitalen Umfeld sind. Das war vor 30 Jahren noch ganz, ganz anders. Da waren es die großen Maschinenbauer, die Siemens, die General Electric, General Motors und so weiter. Die sind alle weg, die laufen und. Und ich weiß nicht, ob du das auch mitbekommen hast.

00:10:37
Speaker 1: Seit letzter Woche ist Tesla, der von sich sagt, er sei ein Computer-Konzern, der auch Automobile drumrum baut. Tesla ist seit letzter Woche mehr wert als VW, BMW und Mercedes zusammen.

00:10:57
Speaker 1: Das ist wirklich sehr erstaunlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Auto eine ästhetische Anmutung eines Toyotas hat. Natürlich ist das die Technologie und, wie gesagt, das fahrende I-Pad auf Rädern auch sehr gute Performance. Die sind da Lichtjahre voraus. Was das eigene Chip-Hersteller, was definitiv? The way to go. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Tesla als Plattform letztlich agieren wird und werden ordentlich aufräumen.

00:11:29
Speaker 1: Kann man weder das Totalversagen der Deutschen erkennen im Automobilbau? Zum einen bei uns Der Umsatz von BMW, Mercedes und VW ist massiv eingebrochen. Bei Tesla nicht gut.

00:11:46
Speaker 1: Jetzt kann man sagen Ich klage auf niedrigem Niveau, weil die verkaufen auch nur 300 000 Autos im Jahr, vielleicht 500. Im nächsten Jahr 500000. Also das ist natürlich eine andere Größenordnung.

00:11:59
Speaker 1: Aber dann sagt der VW-Chef Wir werden jetzt eine software-plattform werden, und wir werden das Betriebssystem fürs Auto schreiben. Also, ich finde das insofern lustig. Kommt einfach nur zehn Jahre oder 15 Jahre zu spät, diese Erkenntnis. Wenn du dir mal überlegt, wie das beim Computer gewesen ist. Wir hätten doch lernen können. Microsoft? Das Betriebssystem war entscheidend und nicht, ob der von HP oder Dell oder IBM oder Siemens kam. Die haben es alle aufgegeben. Das Betriebssystem ist der entscheidende Mehrwert, und die gesamte Wertschöpfung im digitalen Raum geht Richtung Software und Service. Und das erkennen wir einfach 10, 15 Jahre zu spät.

00:12:52
Speaker 1: Naja, es gab ja mal schlaue Menschen, die als quasi USA der Wilde Westen erobert wurde, die dann, sagen wir mal, die Railway gegründet haben, also die Eisenbahn und quasi die Altena gehört hat.

00:13:05
Speaker 1: Die Verkehrswege gehoert quasi, können sämtliche Wertschöpfungsketten obendrauf packen. Software ist ja genau gleich gleiche Plattform. Der Browser ist letztlich der wichtigste Teil der Anwendung, die da drin laufen. Das Internet ist quasi das neue Betriebssystem, und beim Auto ist, denke ich mal, Tesla das aktuell das interessanteste Betriebssystem. Aber kommen wir mal zurück nach, nach nach Europa, nach Deutschland. Also, es gibt ja schon Initiativen, die ich schon gut finde. Wir hatten ja auch immer mal wieder gesprochen über Daten, Souveränität. Und da wurde ja jetzt auch im Juni die europäische Cloud angekündigt. gaja X, Projektname. Das ist ja schon ein sehr, sehr großes Brett. Aber wenn man ihn anschaut, wer da in der Konzeption mitgewirkt hat, dann auch wieder Google drin. Da sitzt dann wahrscheinlich auch Amazon drin. Ich habe jetzt nur überflogen. Also haben wir schon viele Leute sich viel Gedanken gemacht. Da frage ich mich aber nur Wie wollen Sie das denn machen, wenn der Router dann doch wieder die Switches von Cisco kommt, oder? Aber das Thema an sich ist ja wieder, wenn wir wieder zu Fördermitteln kommen. Ist ja genau der Weg, den wir gehen müssen. Wir müssen wir gucken, dass wir dann wieder so wie wir eigene Autos, eigene API, eigene Patente haben. Ich rede es mal von europäischen Ordnung, die Deutschland auch da wirklich mehr selbst machen. Das A und O und es gibt. Ich hab jetzt mal die letzten Wochen die Gelegenheit gehabt, für ein Projekt verschiedene Fördermittel im Bereich Digitalisierung mir in Deutschland anzuschauen. Und das ist ja wirklich dünn. Da gibt dann diese Beratungs Gutscheine, irgendwie. Aber hier war das einzige Bundesland. Schleswig-Holstein hat gar nix passiert, gar nichts. Aber wirklich Vorreiter hier ist momentan Hessen mit einem sehr, sehr guten, sehr interessanten Programmen. Und ich bin überzeugt davon, dass wir da auch noch mehr sehen werden. Wenn man jetzt diese Förderprogramme vergleich zum Beispiel mit Baden-Württemberg da ist immer Forschung und Entwicklung Prototypen baut.

00:15:16
Speaker 1: Da merkt man wieder die Nähe mit der Uni Hochschule zusammen und immer in Richtung Maschinenbau.

00:15:23
Speaker 1: Da muss es ein riesen Umdenken geben und ganz andere Programme geben, weil ich befürchte, dass wir alle davon direkt oder indirekt in den nächsten Jahren noch leben werden.

00:15:33
Speaker 1: Roland Das Verrückte ist auch, dass es an Programmen, an Visionen und an Mut fehlt. Weil wenn du dir mal angucke Was hat damals Amerikaner dazu gebracht, das Silicon Valley zu gründen? Das war die Vision von John Kennedy. Die haben wir ja auch schon mal besprochen. Wir bringen in den nächsten zehn Jahren einen Menschen auf Mond, und dadurch wurde die gesamte Zipp, die Mikroprozessor Technik, angestoßen. Und der Computer baut so, und da ist das Silicon Valley entstanden.

00:16:10
Speaker 1: Wo ist denn unsere Vision für Deutschland? Wo sehen wir uns denn?

00:16:15
Speaker 2: Also, wir haben ja noch nicht mal die zaghaftes, die Idee einer Vision. Und keiner Entschuldigung hat den Mumm, in den Knochen zu sagen. Plasma Auch da wollen wir hin. Da wollen wir in fünf, in zehn Jahren sein, und wir tun alles, um das sicherzustellen. Und damit machen wir den Leitplanken auf das, was tatsächlich passieren soll. Und das ist halt erschreckend. So krieg ich, das das Volk und auch die Unternehmen und die Wirtschaft nicht hinter mich. Das ist das Kernproblem.

00:16:53
Speaker 1: Das Interessante ist, wenn man sich Länder anschaut wie jetzt Dubai im Extremfall die ganz klare Vision haben zum Teil auch andere Golfstaaten, weil sie genau wissen öL ist endlich eine kleine, ganz kleinere Staaten im baltischen Raum Estland ganz klar gesagt haben Wir wollen alles digital machen.

00:17:17
Speaker 1: Wir ziehen das komplett durch. Wir sind Vorreiter, und das sind genau die Dinge, die fehlen. Kann man doch eine eigene Partei aufmachen?

00:17:29
Speaker 1: Also, in letzter Zeit wird diese Frage häufiger auf mich.

00:17:33
Speaker 1: Ich hatte vor ein paar Wochen oder vor einer Woche anderthalb Wochen einen Artikel in der Frankfurter Rundschau, und dieser Artikel hieß Stillstand als Beschleuniger.

00:17:43
Speaker 1: Und da habe ich nochmal beschrieben, was jetzt eigentlich alles beschleunigt wird durch den Stillstand, wo im Prinzip Dinge, von denen wir gesagt haben Das geht nie. Denk an das Thema Hom auf Videokonferenzen. Heute Morgen im MoMA. Aktuell gehört im Morgenmagazin, dass die Firmen ihre Reisekosten und Tätigkeiten um bis zu 50 Prozent senken wollen. Sprich hier allen vorweg Die Allianz des CEO der Allianz hat gesagt Wir werden 50 Prozent unserer Reisekosten streichen. Wir brauchen diese ganze Fliegerei nicht mehr. Wir werden 33 Prozent der Büromieten kündigen. Und inzwischen? Ich habe ja mal vor ein paar Monaten schon gesagt, wir werden sehen, dass wir einen Leerstand im bürobereich haben werden von jenseits der 30 bis 40 Prozent in den nächsten Jahren.

00:18:37
Speaker 1: Ich bin ziemlich sicher, dass das passieren wird, und so viele Wettbüros und Massagesalons kann es gar nicht geben. Der Stand auch wieder aufzufüllen ist also, wenn man guckt, und typische Innenstädte von groß oder mittleren oder auch kleinen Städten. Da fragt man sich ja auch. Ich lasse mich auch gern massieren, habe so viele Sportwetten und Wettbüros. Frage ich mich auch, wie wir brauchen, brauchen wir das alles? Aber egal. Ein anderes Thema.

00:19:07
Speaker 1: Aber denkt das Ding zu Ende?

00:19:10
Speaker 2: Roland Weil wir müssen uns natürlich klar machen, was das eigentlich bedeutet. Wenn jetzt unsere Restaurants.

00:19:21
Speaker 1: Ich weiß nicht Wie oft gehst du noch ins Restaurant? Ich bin früher drei, vier, manchmal fünfmal die Woche ins Restaurant gegangen. Im Moment gehen wir alle drei, vier Wochen mal ins Restaurant.

00:19:32
Speaker 1: Wenn man das mal hochrechnet, was da passiert ist, macht es momentan im Restaurant. Macht keinen.

00:19:39
Speaker 1: Es ist mein Lieblingsitaliener inKöln. Wir waren letzte Woche da und sowohl meine Frau als ich. Wir haben nachher gesagt Oh Gott, wie deprimierend, das wollen wir nicht. Aber bedenken wir das ganze Ding mal auf Deutschland aus. Wie viele Restaurants werden Ihre Läden nicht halten können?

00:19:58
Speaker 1: Auch mit Subventionen. Einfach weil die Kosten, die Personalkosten den Raum kosten, alles andere übersteigen. Und wenn die die Miete nicht mehr Zahlen nennen. Und viele Restaurants werden leer stehen. Wenn wir werden den großen Leerstand sehen, dann ist natürlich auch für die Vermieter tragisch, weil die kriegen natürlich auch keine Mieten, weil wir haben ja in der Regel Regeln noch relativ gut gezahlt. Das zieht sich wieder eins vom anderen. Und wir müssen uns den Dingen einfach stellen. Wir müssen davon aus.

00:20:33
Speaker 1: Dass wir unsere Wirtschaft fundamental neu aufstellen müssen, und zwar nicht nur auf Profit Gewinnmaximierung, sondern das, was ich ja immer nenne die ökologisch soziale Marktwirtschaft, eine Marktwirtschaft, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich ist.

00:20:52
Speaker 1: Ich sage nicht, wir brauchen keinen Profit mehr. Sie müssen ausgewogen sein und ausbalanciert. Meine These ist da halt wie immer. Das wird nur über zirkulär ökonomie erreicht werden können.

00:21:09
Speaker 1: Doch der Partei Du, du machst der Partei auf.

00:21:13
Speaker 1: Also ehrlich, ich sinnleere mich immer, weil das mit den Parteien, wenn ich mir so angucke, was der eine oder andere Politiker da im Moment vonsich tut. Ich muss zugeben, ich bin seit ein paar Monaten irgendwie so ein geheimer Söder Fan geworden. Der Söder machte einen relativ guten Job, und ich denke auch, der wäre ein geeigneter Kanzlerkandidat. Unser lieber, Jens Spahn macht auch einen guten Job, glaube ich, gerade in dieser Coruna.

00:21:42
Speaker 1: Krise? Jetzt gibt’s ja die Ersten in der CDU, die fordern, er soll der Vorsitzende der CDU werden.

00:21:48
Speaker 1: Das fände ich einen cleveren Zug, weil dann könnte Söder vielleicht tatsächlich Bundeskanzler, Kandidat werden. Und wenn ich mir angucke, was andere Parteien sagen Also ich bin von den Grünen, von Habeck, total enttäuscht.

00:22:05
Speaker 2: Also, als gäbe es andererseits ein Tempolimit. Ja, das ist so Lametta am Tannenbaum. Das interessiert im Moment grad gar kein und andere von der FDP. Die sagen dann so Dinge wie Er will 12 Wochen sonntags geöffnet haben. Ja, wir reden gerade über die größte Weltwirtschaftskrise seit 1928. Und dann kommt jemand mit dem Vorschlag Lasst uns doch am Sonntag öffnen. Erst finde ich es toll, aber es wird auch nicht so die Weltwirtschaft.

00:22:39
Speaker 1: Das ist schon erschreckend.

00:22:43
Speaker 1: Ich denke, wir werden in Kürze jemanden zu Gast haben. Sehr bald möchte ich noch nicht so viel verraten, der sich sehr, sehr gut auskennt mit dem ökosystem im Bereich Start ups in Deutschland war die Situation der letzten fünf bis zehn Jahre sehr gut. Beurteilen kann die aktuelle Situation und vielleicht, dass wir da noch einmal auf dieses Thema kommen. Wenn man ein subventions Programm ergänzt, ganz speziell für Digitalisierung, Software-Entwicklung, Macht für Startups oder auch für bestehende. Wie wir da eigentlich einen großen Schritt weiterkommen können.

00:23:27
Speaker 1: Also bin ich vollkommen bei dir. Das muss passieren. Ich hatte ja beim letzten Mal schon gesagt Stell dir vor, man würde die 100 Milliarden, die die Lufthansa bekommen hat oder genau neun Milliarden.

00:23:40
Speaker 1: Aber die kriegen auch nochmal neun Milliarden. Bis das Ding zu Ende ist, glaube ich.

00:23:45
Speaker 1: Und man hätte diese neuen Milliarden an zehn statt an ein Unternehmen an 40000 Start ups gegeben. Jedes hätte theoretisch 250 230 000 Euro bekommen können und sich dann mit den Themen beschäftigt, die tatsächlich wichtig wären. Meine Rechnung kennst du, wenn davon die Hälfte übrig bleiben, nach fünf Jahren. Die anderen sind verschwunden und im Schnitt 50 Mitarbeiter haben.

00:24:15
Speaker 1: Dann reden wir über eine Million neue Arbeitsplätze in neuen Industrien und hoffentlich dann zehn bis zwanzig tausend neue Unternehmen. Und die Start ups von heute sind ja der Mittelstand von morgen. Und wenn es gut geht, die Konzerne siehe SAP, siehe Facebook, siehe Google.

00:24:34
Speaker 1: Das waren nämlich auch alles Start ups und übrigens nicht mal mehr als 20 Jahren oder knapp um die 20 Genera.

00:24:41
Speaker 1: Und Garagen gibt es sicherlich auch, um zu starten. Zum Thema hier die großen Schwergewichte. Wir haben ja lange, und ich bin jetzt auch am 30. Mai wieder bei NTV. Telebörse Geht es mal wieder um Facebook? Quartalszahlen früh morgens um 9 Uhr 15, wenn Wachsein schon am 30.. Wir haben ja lange darüber gerätselt Wer ist der Facebook Killer? Was kommt als nächstes? Und es gibt meines Erachtens am Horizont erste Anzeichen von einer Anwendung, die das schaffen könnte. Ich sage ja auch, warum Ich rede von tick tack, weil tick tack! Sehr klugen Schachzug gemacht hat. Sie haben sich auch in amerikanischen Sie geholt, und zwar den jenigen, der ich muss mir den Namen nochmal ziehen. Derjenige, der die Streaming Plattform Disney Plus für Disney verantwortet hat. Das ist ganz kurz das clevere, politisch gesehen clever Schachzug Kevin Mayer Hasser.

00:25:52
Speaker 1: Und weil natürlich durch die Verankerung in China natürlich der Krieg losgeht Wem gehören die Daten an Zuckerberg? Die Kollegen von Google, die argumentiert ja immer Wenn wir das nicht machen, wenn wir quasi nicht freie Hand haben, dann machen die Chinesen das. Dann verlieren wir die Lufthoheit. Und jetzt ist der erste Punkt, wo ich sage Naja, die werden auch nicht unbedingt ihren IPO in New York machen, die werden ihn wahrscheinlich eher in Hongkong machen. Da kann ich mir gut vorstellen, dass das Produkt, das sensationell funktioniert, dass es zeitgerecht ist, es zeitgemäß, unglaublich unterhaltsam, auch sonderzone Adjektiv quality, also dass man da quasi. Man kann nicht wegschalten. Es ist wie bei Chips essen. Da wird Dopamin ausgeschüttet, man freut sich. Man muss weiter klicken, man muss weiter gucken. Das sind ja immer die großen Merkmale von all diesen Plattformen, dass sie entsprechend Suchtpotenzial haben. Tick tack. Und ich denke mal, da kann Mark Zuckerberg übrigens haste gesehen ihn auf einem Surfbrett mit dieser Salbe im Gesicht nicht gesehen. Ich sah aus wie Mephisto. Er sage. Man soll sich nicht lustig machen über das Aussehen von Menschen. Aber er hatte mal sehr, sehr, sehr weißes Gesicht auf dem Surfboard. Vorher war auf jeden Fall jetzt ein Kandidat, wo ich sage Die sind jetzt schon so lange schon so groß. Außerdem Aus China wird er nicht kaufen können. Da kommt die große Gefahr also.

00:27:37
Speaker 1: Das mag durchaus sein. Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht so richtig verstehen. Bei Tick Trick ich, ich, ich habe irgendwie das ganze Modell nicht so richtig verstanden. Aber ok, man muss ja auch nicht alles verstehen. Ich verstehe ein anderes Modell. Hast du das mitbekommen? Weil er cat, also die Deutsche Bank schickt sich jetzt an, die Reste von Jakarta zu kaufen. Das ist etwas, was ich interessant finde.

00:28:07
Speaker 1: War ja Khat Betrug ohnegleichen. Das haben wir alle noch nie erlebt. Dass Leute so systematisch bandenmäßigen Kriminalität, wird im Netz vorgeworfen. Was heißt, das der Vorstand da mit seinen Kollegen richtig gemacht hat? Und da werden wir noch viele, viele Verhaftungen sehen in den nächsten Wochen und Monaten, vermute ich. Und da sag dann die Deutsche Bank. Ach ja, lass uns die doch kaufen. Und das denn die Technologie ist ja fundamental gut bei war. Das hat sie auch bewiesen, die funktioniert. Das Problem war, das Geschäftsmodell offensichtlich und die Deutsche Bank? Es gibt damit eigentlich zu, dass es so etwas nicht entwickeln können. Und ich weiß nicht, ob du dir das noch so im Kopfe ist. Ich weiß. Als mir vor acht, neun Jahren hat die Deutsche Bank massiv in Digitalisierung investiert, hat Hunderte von Millionen in neue Bereiche gesteckt, und es ist genau dabei herausgekommen.

00:29:15
Speaker 2: Der Elefant wurde schwanger und gebar eine Mücke. Ja, das war das Erste, was da passiert ist. Aber dann mit der großen Kohle, dann jetzt nach der Weia, cat schlagen.

00:29:28
Speaker 1: Das scheint das einzige zu sein, damit die großen, etablierten Player überhaupt lernen, was passieren muss.

00:29:36
Speaker 1: Und du kennst mein Lieblings Makroökonomen Joseph Schumpeter, den ich nicht oft genug zitieren kann, der ja immer gesagt hat Die schöpferische Zerstörung ist der Prozess, der notwendig ist, um dieses Thema Fehler zu vermeiden oder aufzudecken und letztendlich zu einer Neuordnung in den Wirtschaftssystem zu führen. Und ich glaube, wir haben so viele Systemfehler in den Banken, in der Automobilindustrie, in der Flugzeugindustrie. Heute ging es um die Kreuzfahrt Industrie.

00:30:13
Speaker 1: Die ersten Schiffe fahren weder über die Nordsee. Drei Tages Kreuzfahrten. Du darfst aber das Schiff nicht verlassen.

00:30:21
Speaker 2: Also ich frag mich, wie bescheuert man sein muss. Und all das passiert, und die Leute reden dann drüber. Wann wird es wieder so sein wie gestern? Ich kann nur Wahlrede. Lasst es und auch nicht wollen. Bitte, bitte, bitte, lasst uns das nicht mehr wollen. Lasst uns nach neuen Ufern streben und nicht zurück zu einem alten.

00:30:46
Speaker 1: Denn dann kann ich euch sagen Dann wird unser Planet ruck, zuck zerstört.

00:30:52
Speaker 1: Das ist richtig, das ist richtig da. Da fällt mir auch nicht viel zu. Also lasst mal überhoben reden.

00:31:05
Speaker 1: Vielleicht eine ganz neue Entwicklung.

00:31:08
Speaker 1: Ich darf nicht sagen, von welchem Konzern es war ein großer Konzern, da hat die Betriebsratsvorsitzende mich angerufen und gesagt, ich soll einen Vortrag bei ihr halten, und zwar vom Gesamtbetriebsrat wegen diesem Humorvolles und dann mit besprochen, was das eigentlich ist und was das eigentlich bedeutet. Also die Frage ist ja immer Wenn du jetzt viel von zuhause arbeitest. Und viele Mitarbeiter finden das übrigens als sehr angenehm. Die wollen auch gar nicht anderes mehr.

00:31:35
Speaker 2: Das Problem ist nur Wie ist das denn mit der Ergonomie an diesem Arbeitsplatz Home Office?

00:31:42
Speaker 1: Also muss dann der Stuhl auch ergonomisch sein? Muss die Arbeit Oberfläche, die ja vorgeschrieben weiß sein, muss das Schreibtisches auch weiß sein? Wie ist das mit der Ergonomie des Bildschirms und und Unterständen? Ist ja doch eine ganze Reihe von Fragen. Und übrigens Wer bezahlt eigentlich die Miete für dieses Hotel? Es macht das dann auch der Arbeitgeber.

00:32:06
Speaker 1: Na, da wird es garantiert eine DIN-Norm geben. Da wird die Berufsgenossenschaft vorbeischauen, ob meine Steckdosen hier auch alle sicher sind. Und weil sie zeigen, was der eigentliche Skandal ist.

00:32:21
Speaker 2: Diese ersten Konzerne sagen jetzt Wir wollen das nicht mehr Home Office nennen. Wir nennen das mobile working. Weißt du, warum?

00:32:32
Speaker 1: Wenn du das tust und das Mobil Work nennst, dann hast du keine Office Funktionalität mehr und da gibts auch den Arbeitsplatz als solche gar nicht mehr, weil du kannst ja theoretisch auch vom Freibad arbeiten.

00:32:47
Speaker 1: Damit wollen die Unternehmen frühzeitig durch Sprache. Wandlung des angst. So eine trampte Verschleierungstaktik. Ich nenne es anders. Ich nenne es nicht Klimawandel. Ich nenne es stark Wetterereignisse, eher so wie trampelt. Und wir nennen nicht mehr Rohm auf isomorph, sondern nennen es mobil ACEA, weil bei der mobilen Arbeit. Da kann ich ja gar nicht auf die Ergonomie achten können müssen. Und er stellt sich ja auch die Frage nach meiner anteiligen Miete. Also, da kommt was auf uns zu. Wo ich sage Hallo Nachtigall, ick hör dir trapsen, das wird.

00:33:32
Speaker 1: Da wird das eigene Wirtschaftszweig gehen, sage ich dir. Die werden Homeoffice. Die werden quasi ein Reisebüro abnehmen. Aus sicherheitstechnischen Gründen. Da wird es spezielle Versicherungen geben, für immer, da drinsteht Hast du dann am Ende auf deinem privaten Rechner oder da musst du dann wahrscheinlich zwei Schreibtische haben, müssen eventuell Aufkleber drauf haben. Die Deutschen werden das schon sehr, sehr genau alles regeln. Da bin ich mir vollkommen sicher, vollkommen sicher, weil das ja auch solche Leute müssen ja auch Beschäftigung finden.

00:34:02
Speaker 1: Das wird dann so geregelt wie beim Untergang der Titanic. Die Musik hat auch noch genau gesagt, wer wo zu sitzen hat. Und das die Musik spielt bis zum Schluss sozusagen.

00:34:16
Speaker 1: Ja, vielleicht interessiert es auch unsere Zuhörer. Ich sitze zum Thema hier im Büro zuhause nochmal ganz kurz den Begriff Homeoffice. Dann gibt’s ja genauso wenig wie Public-Viewing. Ja, irgendwie Leichen quasi anschauen oder Leichenschau? Die Deutschen meinen damit Fußballgucken draußen zusammen im Bereich Home Office. Da gibts eigentlich auch nicht. Also meine englischen Kollegen Work from home. Okay. Also, ich arbeite zuhause, und ich habe hier einen schönen Blick in unseren sehr grünen Garten. Und das ist so Meine Perspektive ist eine Perspektive.

00:34:53
Speaker 1: Du sitzt in deinem Home hier oben in der alten Bibliothek dieses Klosters, das ist so eine Art Pennt Haus, und ich gucke hier wirklich nach allen Seiten ins Grüne, in den Wald, ein bisschen auf die alte Kirche, also eine sehr schöne Umgebung.

00:35:14
Speaker 1: Und noch Was macht hier eigentlich Urlaub?

00:35:18
Speaker 1: Nee, wir haben unseren Urlaub. Wir hatten eigentlich Ligurien geplant.

00:35:22
Speaker 1: Wir wollten da runterfahren, im Cabrio, aber gerade noch. Italien war uns, ehrlich gesagt, ein bisschen zu heiß. Auch wenn es wunderschön ist, weil wir einfach keinen Bock haben, dann bei der Rückfahrt wohlmöglich dann wieder zehn oder 14 Tage in Quarantäne zu gehen.

00:35:39
Speaker 1: Also ich glaube, das ist eigentlich jetzt der beste Zeitpunkt, um so Städte wie Venedig oder Rom anzuschauen. Weil ist ja sonst kaum jemand. Ja, auch ein Bekannter anderer podcaster und Journalist, Micky Beisenherz, ist momentan auch unterwegs im Süden. Schöne Bilder von leeren Straßen. Also eigentlich. Wenn ich jetzt nicht großen Familie Anhang hätte, ich würde ich das sogar machen. Aber natürlich hast recht, wenn man zurückkommen will.

00:36:07
Speaker 1: Und dann nochmal in Quarantäne müsste, da wäre es natürlich auch äußerlich etwas crap. Absolut absolut.

00:36:14
Speaker 1: übrigens hast du dieser Tage gesehen, was diese Casio Cortés, diese Demokratin aus New York, da gesagt hat. Auch den Joho dieser Republikaner, der sie als fucking bitch tat.

00:36:38
Speaker 1: Das habe ich mitbekommen, und sie hat eine flammende Rede gehalten, eine sehr, sehr kluge Rede zum Thema Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, aber vor allen Dingen natürlich auch.

00:36:54
Speaker 1: Sie ist ja ursprünglich Mexikanerin, und die hat ganz schön was um die Ohren gegeben. Die ist gut, und ich muss sagen, das sind die jungen Leute, die wir unbedingt in der Politik haben sollten. Und da ist auch um uns der Grund, weshalb ich immer sagt Nee, nee, lass ma, weil Veste mit 8.50, ich bin ja auch schon fast.

00:37:17
Speaker 1: Also, ich hab noch wenig weiße Haare. Aber das liegt vor allen Dingen daran, dass mir vorher ausfallen. Und diese alten weißen Männer?

00:37:26
Speaker 1: Ich glaube, wir sollten tatsächlich viel früher den jungen Leuten die Bühne überlassen. Und vor allen Dingen glaube ich, wir sollten vor allen Dingen jungen Frauen die Bühne überlassen. Ich weiß nicht, ob du die Statistik gesehen hast. Alle Länder, die eine Regierung haben, wurden namhaft, Frauen drin sind und in der Mehrheit, die haben die Pandemien wunderbar überstanden, habe ich gesehen.

00:37:55
Speaker 1: Und die Länder, wo diese Entschuldigung etwas bescheidenen, im Geiste bescheidenen Männer an der Regierung sind?

00:38:06
Speaker 1: Balser, Narrow Trump oder Orban jetzt in der Ukraine?

00:38:13
Speaker 2: Da gehts richtig drunter und drüber. Das heißt doch im Klartext Eigentlich nur mehr Frauen an die Macht. Junge Frauen macht.

00:38:24
Speaker 1: Da bin ich dabei. Da bin ich absolut dabei. Wer alte, weiße Männer haben schon lang genug Unheil die Welt getragen. Jetzt dürfen nur die Frauen sich dran versuchen. Aber fairen Mix? Nein, Quatsch. Am Ende der Kompetenz, wie du schon gesagt hast. Es spricht ja von einer bestimmten Kompetenz, bestimmten Sozialkompetenz, einer bestimmten Art, vielleicht auch vorsorglich zu handeln. Bedachter zu handeln, weniger Testosteron heißt ja vielleicht auch weniger Quatsch machen. Ist das schon auf dem Schulhof so? Und insofern kann ich das durchaus unterschreiben. Wir sind, wir sind wir rufen auf junge Frauen gründet eine Partei, die sich Ihrer ökologisch soziale Marktwirtschaft Stichwort und unsere Unterstützung würdet ihr sofort haben.

00:39:19
Speaker 1: Und so eine Abgeordnete wie die Casio Cortés in den USA. Die verdient unbedingte Unterstützung und so Pappnasen wie dieser Jo, der sie da so angemacht hat und gesagt hat, der sollte sich einfach mal an die eigene Nase packen und fragen, ob er nicht lieber heim gehen sollte.

00:39:46
Speaker 1: Jetzt mal gucken, wer da in Deutschland in Frage kommt.

00:39:49
Speaker 1: Es gab ja durchaus auch junge Nachwuchspolitiker, die eigentlich auch wirklich rhetorisch sehr gut waren. Das jetzt mal junge Männer zum Beispiel Dammtor. Aber das ist ja jetzt das gleiche Bein geschossen wie Guttenberg. Wir jetzt erst mal eine ganze Weile, auch nicht mehr wieder. Also gucken wir mal, wer da kauft. Aber ich glaube, das war jetzt erst einmal diese Kombination Söder und Spahn. Ich glaube, das ist sehr erfolgsversprechend. Was er sagt das versprechende Kombination, lass es mich so sagen, bezogen auf am Tor.

00:40:24
Speaker 1: Und das ist ja so eine Gruppe.

00:40:26
Speaker 1: Er hat sich ja einer Gruppe angeschlossen Guttenberg am Tor Maassen. Das sind ja alles Leute, die schon für etwas Besonderes stehen, die alle ihre Probleme hatten. Und wo ich sage, die nicht besonders Charakter fest zu sein scheinen. Und was mir an dieser Cortés so gut gefällt, der hat einfach Charakter. Die hat Format, die tritt ein für das, was sie sagt, die die Macht, aber auch das, was sie sagt.

00:40:58
Speaker 1: Schlimm ist immer, wenn du das Gefühl hast, die sagen das eine und machen was ganz anderes. Und gerade beim Amt Tor. Ich erinnere mich an den diskusion, als er damals parlieren wollte, nachdem der Wegezoll.

00:41:14
Speaker 1: Nochmal unser Freund Abu Robo, der mit den blauen Haaren der tolle Video gemacht hat, wie er dachte, er könnte dagegenhalten.

00:41:25
Speaker 1: Und der Junge? Guckt ich mal im SPIEGEL an, wie du aussiehst, dann weißt du auch, dass da irgendwas grundsätzlich anders funktioniert. Und da sitzt einfach was, wo ich sagen muss Da sollten die Leute selbstkritischer sein und sollten sich mal selber auf den Charakter Fragen stellen.

00:41:45
Speaker 1: Ich würde Ihnen die eine oder andere Entscheidung auch deutlich leichter haben.

00:41:50
Speaker 1: Also haben wir es. In der nächsten Wahl haben wir nochmal mit alten, mittelalten, weißen Männer zu tun. Aber gut. Das Einzige, was ich mir wünsche bei der nächsten Bundestagswahl ist, dass wir nicht so viel Desinformationen haben im Netz wie in den USA. Das ist das, wo ich wirklich so ein bisschen Befürchtung habe, dass Demokratie einfach. Das sieht man ja jetzt schon systematisch untergraben. Und wenn man sich mal den Wahlkampf anschaut Ich habe ein sehr interessantes Interview mit Hillary trübten und Paris wische nochmal gehört. Das war kurz nachdem sie die Wahl verloren hatte. Wo auch immer ganz dezidiert die Mechaniken und wie quasi Desinformation mit Bots und mit Armeen von schreiberlingen. Auch im Balkan und wo die alle saßen, da kann man einfach generalstabsmäßig auf ziehen, um dann einfach eigene Behauptung aufzustellen. Und dann ist es einfach Das weißt du auch sehr schwer, dagegen einzuarbeiten. Dann ist derjenige erstmal gebrandmarkt und muss sich dann mit Gegendarstellungen Quatsch beschäftigen, statt auf seine eigentlichen Programme aufmerksam zu machen. Und das ist das, wo ich, wo ich vor dieser Wahl hatte Moscheen, Facebook wirklich ein bisschen befürchte. Ich hoffe, dass der Wahlkampf auf dieser Samer unter der Gürtellinie in Deutschland nicht so extrem explodiert.

00:43:15
Speaker 1: Ich weiß nicht, ob das auch bei dir angekommen ist. Diese Woche hat ja die Veröffentlichung einer Studie zum Thema Brexit in England, und dort wurde klar festgestellt, dass der Brexit massivst beeinflusst wurde durch Russland. Das heißt, dass man sehr pro. Man wollte, dass die Briten aus der EU, aus der EU austreten, den Brexit forcieren. Und es ist klar gewesen, dass die Geheimdienste Informationen hatten, dass das passiert. Die haben das auch ein paar Mal angemahnt. Aber politisch war es nicht gewünscht, darüber zu sprechen. Besonders jetzt.

00:43:56
Speaker 2: Johnson Boris Johnson, der ja pro Brexit war. Die haben das einfach gewähren lassen.

00:44:03
Speaker 1: Und was der größte Skandal ist, nachdem das jetzt hochgekommen ist, nachdem man all diese Beweise und es gibt ganz viele Beweise gefunden hat, sagt Johnson. Er will trotzdem keinen Untersuchungsausschuss. Das Thema ist damit für ihn abgeschlossen.

00:44:21
Speaker 1: Hat ihm mir geholfen, wenn man es genau genaus hat, ihm geholfen. Und da kommt jetzt wieder das Thema des Charakters.

00:44:27
Speaker 1: Wir müssen unsere Politiker halt in Zukunft auch viel stärker charakterlich hinterfragen. Nicht nur, was die sagen, sondern auch vor allen Dingen, wie sie denn handeln.

00:44:39
Speaker 1: Und es gibt Leute, die sagen über bestimmte Menschen, die Ursula. Die Eiswürfel, denen wir immer sehr kühl. Es gibt andere, die sagen, der behandelt seine Fahrer und seine Leute wie Entschuldigung, richtig fies.

00:44:56
Speaker 1: Und wenn er das tut? Ich sage immer, dann wird er wahrscheinlich andere Menschen auch so behandeln, nach oben buckeln und nach unten treten.

00:45:05
Speaker 1: Immer wenns nutzt lächeln und wenn nicht nutzt, kriegt man Tritt in den Hintern von Politik und Politikern, die brauchen.

00:45:14
Speaker 1: Das ist richtig. Aber das ist so, wenn es wenig gute Aspekte gibt. Durch diese letzten vier Monate durch 19 ist ja, dass wir jetzt mal Politik in Aktion gesehen haben, also nach monatelang oder jahrelang sich gegenseitig blockieren und ausstechen und quasi nichtstun und aussitzen. Waren ja alle gezwungen zu handeln, und zwar alle in ihrem Ressort. Der Innenminister, der Außenminister, der Gesundheitsminister, alle mussten Vollgas geben, Wirtschaftsminister. Und da muss ich sagen Das ist, denke ich, genau das, was im Großen und Ganzen entscheidend wird bei der nächsten Bundestagswahl. Wir hatten ja auch mal eine Bundestagswahl. Da war die Wahl für Schröder eigentlich schon hochgradig verloren. Er hatte damals noch nicht die Russen als Helfer, sondern er hat die Elbe.

00:46:05
Speaker 1: Genau das war letztlich für ihn. Das hat ihn gerettet. Wahlkampfhelfer wäre er dann wirklich quasi mit dem Spaten auf dem Deich stand im übertragenen Sinne, und das hat das Ding für ihn komplett gerettet.

00:46:18
Speaker 1: Genau so sieht man jetzt auch, wenn ein Politiker mal handeln muss und wirklich mal beweisen muss, dass das funktioniert. Und es arbeitet ja auch in der Politik. Ich kenne auch einige Leute im Kanzleramt, Büroleiter und, und, und. Das sind ja hochgradig gebildete Menschen. Dabei ist. Sag mal kluge Köpfe, die da hinten dran arbeiten für die Ministerien und Ministerinnen Minister. Die haben ja auch viele schlaflose Nächte gehabt und sehr viel gearbeitet. Haben wir jetzt auch wieder bei der EU gesehen? Einem Notfall Pakets?

00:47:01
Speaker 1: Das wird jetzt die Wahl entscheiden.

00:47:03
Speaker 1: Roland Das Erschreckende ist Ich mache mir nicht so viel Sorgen um die Bundestagswahl bei uns nächstes Jahr. Ich glaube, da wird einiges. Wir sind relativ ruhig in der Bewertung und Beurteilung, verschiedene Dinge. Ich glaube, da wird sich einiges zurechtrücken. Was mich mehr besorgt, ist die Entwicklung in den USA. Da haben wir tatsächlich nur noch zwei, drei Monate bis zur Wahl. Mister Trump ändert mal wieder die Richtung der, der sein Fähnchen immer in den Wind. Und jetzt sagt er Auf einmal hat er drei Monate gesagt Wer eine Maske nutzt, ist feige. Er hat den beiden sogar dafür beschimpft.

00:47:43
Speaker 1: Und jetzt sagt nur eine Maske und sind schon gut. Sollte man unbedingt tragen, wenn man den Abstand nicht halten kann.

00:47:49
Speaker 1: Also ein Gerade, was ihm einfällt.

00:47:54
Speaker 1: Unsinnigsten Sachen bis hin das Mittel Spritzen als Desinfektionsmittel unserem Alter.

00:48:06
Speaker 1: Und jetzt macht er wieder was ganz anderes. Und ich bin, ehrlich gesagt, ein bisschen beunruhigt, denn im Moment liegt ja beiden deutlich vor. Aber ich bin nicht beunruhigt, ob ich nochmal die Chance kriegt, das zu drehen, weil die Amerikaner sind ja scheinbar auch noch ein bissel spontaner.

00:48:25
Speaker 1: Und wenn es ein Hochwasser für Schröder war? Ich hoffe nicht, dass da auch noch ein Hochwasser da bekommt.

00:48:32
Speaker 1: Ich hoffe das der Trump nach der nächsten Wahl endgültig weg ist. Und vor allen Dingen. Er hat jetzt das erste Mal gesagt 1. Muss man nie mehr sagen. Er sagte ja immer, was er meint. Er hat gesagt, er weiß noch nicht, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren würde, wenn ich mir angucke, was er im Moment tut.

00:48:55
Speaker 1: Mit den Soldaten, die andere Städte ja neuerdings seit gestern auch in Chicago lässt.

00:49:05
Speaker 1: Es gibt wohl in Washington Polizisten, die mit Bajonetten ausgerüstet werden und nette Milizen quasi mit scharfen, markierte Truppen quasi rein geschickt werden, um dort quasi auf der Straße für den Staat zu vertreten, was Aufgabe der Polizei ist, oder anderen Organen, die ja hier und da werden also paramilitärische Truppen geschickt, zum Teil, dass Leute General beruhigen, spalten und diese paramilitärischen Dinge.

00:49:44
Speaker 1: Vielleicht sogar schon in Position.

00:49:47
Speaker 1: Denn wir haben ja immer noch in den USA den sogenannten Patriot Act, den es seit neun Eleven gibt und der dem Präsidenten enorme Freiheiten erlaubt Abhören, Einsatz von solchen paramilitärischen Einsätzen im Inland. Das ist ja eigentlich unvorstellbar. Und seine Sprache, die weiter spaltet. Und nicht, dass dieses, diese Handhabung der Aktion, sogar von vielen begrüßt wird. Die sagen Endlich mal einer, der durchgreift, den wählen wir wieder. Das ist meine Befürchtung.

00:50:27
Speaker 1: Ich glaube, da kannst du kannst recht haben, die Befürchtung haben wir auch. Wir haben auch schon darüber gesprochen. Ich glaube, er orientiert sich an Putin.

00:50:35
Speaker 1: Er möchte im Grunde genommen sei für die nächsten Monate Jahre. Und ich glaube, wir können ihm alles zutrauen, was das Verbiegen von Normen, Rechten und Moral sowieso. Badran? Naja, gucken wir uns mal von außen an, aber ich sehe diese Achse Richtung USA. Die ist doch tatsächlich sehr ins Wanken gekommen. Hatten wir auch schon. Naja, dann. Was war für dich der Flop und Top der Woche diese Woche?

00:51:03
Speaker 1: Also ich muss sagen, ich war gestern auf einer Beerdigung von einer jungen Bekannten, die mit einem tatsächlich an Krebs gestorben ist. Das war sehr bedrückend und gleichzeitig auch sehr schön, wie die Freunde Abschied nehmen konnten. Innerhalb von paar Wochen im Prinzip an Krebs gestorben, und die Veranstaltung war eine Messe auf einem Wald.

00:51:36
Speaker 1: Die war ausgesprochen schön, und die Freunde haben gesungen Mein Fensterputzer hier bei mir. Wir haben sehr hohe Fenster, die kann ich mir selber reinigen und sind kriminell. Da muss ich so richtig an sein. Und er macht das. Und der hat da gesungen. Ich wusste gar nicht, dass der singt.

00:51:56
Speaker 1: Wir hören zwar gerne hier bei uns gemeinsam Musik, wenn er hier Fensterputzen, aber der hat gesungen, und ich hab mir gedacht Mein Gott, was hast du für eine Stimme? Eigentlich muss ich dich vorschlagen für Deutschland sucht den Superstar. Das war unglaublich. Das war top.

00:52:17
Speaker 1: Aber da war mir der Top der Woche, war eigentlich letztes Wochenende meine meine Kleine hatte Geburtstag. Wir hatten neun übernachtungsgäste bei uns im Haus, Haus, Sauna, Haus, Schulhaus voll, Haupthaus voll. Ja, das war eine sehr, sehr launige Sache und hat ein bisschen Vorbereitung gebraucht. Und die größte Errungenschaft war, dass ich das geschafft habe, irgendwie 170 Quadratmeter Rollrasen zu verlegen. Da hab ich dann mich gefühlt drei Tage lang halb totgeschlagen.

00:52:58
Speaker 1: Die körperliche Fitness tut mir gut. Dass das Wetter toll ist, sehr, sehr gut Rennrad fahren kann, das ist für mich das Top der Woche momentan und das Flopp der Woche ist das unsere Pfuhl Ruine. Immer noch werde ich in den nächsten zwei, drei Wochen angehen. Das muss diesen Sommer auch noch in Betrieb genommen werden. Aber das kriegen wir alles hin.

00:53:21
Speaker 1: Ich habe noch ein sehr schönes Ereignis, gleiche, wenn wir hier auflegen. Dann geht’s Richtung Holland mit der Mutter. Meine Mutter wird nämlich morgen 80. Und dann werden wir ihren 80. Geburtstag mit der Familie im größeren Kreise irgendwie 30, 40 Mann in Holland in einem sehr schönen Hotel verbringen.

00:53:43
Speaker 1: Und während er den Achtzigsten mit ihr gemeinsam, den 80., aber mit Sicherheitsabstand setzt? Natürlich. Alle, die von auswärts kamen, haben sich testen lassen.

00:53:59
Speaker 1: Das ist gut so. Ich werde mich heute Nachmittag aufs Rennrad schwingen und in den Odenwald fahren. Wir machen einen Ausflug in einen Hoy Hotel. Ich bin gespannt, was mich erwartet auf einem Bauernhof mit anderem Getier. Ein bisschen Sport, ein bisschen was für die Familie und dann auch noch viele Perspektivwechsel. Wir werden viele Perspektivwechsel machen, und nächste Woche werden wir, denke ich, auch unseren ersten Gast begrüßen dürfen. Mehr möchte ich noch nicht verraten. Es wird sehr Konversation. Interessante Compensation.