Targeting in der Social Media-Sphäre (1)

Durch das Auslesen des Social Graphs der Nutzer einer Community können Werbetreibende Zielgruppen mit einer bisher unbekannten Präzision ansprechen. Streuverluste wie in der klassischen Werbung entfallen hier – zumindest so lange, wie die Nutzer von Social Networks bereitwillig ihre persönlichen demoskopischen Daten mit einem hohen Wahrheitsgehalt auch angeben. Sammelt ein Werbetreibender mit Apps oder anderen technischen Möglichkeiten innerhalb der Social-Media-Sphäre plattformunabhängig millionenfach Social Graphs ein, so entsteht eine Art neuer Währung im Internet. Wurde bisher im Direktmarketing mit Telefonnummern oder E-Mail-Adressen gehandelt, so ist heute der für eine Ad-Kampagne relevante Social Graph und somit der direkte Zugang zur Zielgruppe ein begehrtes Gut. Durch hochpräzises Bedienen einer Zielgruppe, Targeting genannt, sind eine bisher nicht gekannte Effizienz und Effektivität in der Werbung möglich. Targeting lässt sich als das personalisierte Schalten von Onlineanzeigen auf Webseiten verstehen. Hierbei wird versucht den Besuchern einer Website durch Einbezug des Seiteninhaltes, spezifischer Schlagwörter, der demographischen Daten der Nutzer oder deren Verhalten vermeintlich attraktive Werbung einzublenden (vgl. Mühlenbeck, 2007, S.22ff.). Somit können Organisationen Kriterien heranziehen, die eine sehr präzise Adressierung einer Zielgruppe erlauben, Streuverluste minimieren und somit einen ausgesprochen effizienten Einsatz des Werbebudgets ermöglichen. Die verschiedenen Targeting-Möglichkeiten in Social Networks sind im Anhang detailliert aufgeführt. Zur Minimierung von Streuverlusten bei der Kampagnenplanung empfiehlt sich die Nutzung von Targetingtools, mit denen sich die gewünschten Zielgruppen genau auswählen lassen.